Tonträger

Tracklist

1.Nothing
2.Something?s going on
3.6 o? clock on a tube stop
4.Going down
5.Took it away
6.Starbucks
7.The springs
8.Shut yer face
9.Pacific ocean blue
10.The distance
11.W.D.Y.C.A.I
12.Hi-fi serious

A

A Beautiful Lie

VÖ: 02.04.2002
Label: London Records
Web:
www.a-communication.com

Mit "Hi-Fi Serious" präsentiert die wohl am meist unterschätzte Band aus Großbritannien ihr neues Album, um den Beweis anzutreten, dass es auch anderes außer Britpop auf der Insel gibt. Mit ihrem Vorgängeralbum "Monkey Kong" tourten A durch mehr als 27 Länder und das etwas mehr als 2 Jahre. Den einen Tag spielten Sie in einem überfüllten Fußballstadion in Ostdeutschland, am nächsten war es nur vor fünf Figuren irgendwo im Mittleren Westen der USA. Danach ging es an die Westküste, wo A in gigantischen Arenen vor über 20.000 rasenden Fans rocken durften. Der einzige Song, der den Sprung aus der Anonymität von "Monkey Kong" schaffte, war "I Love Lake Tahoe".

Jetzt nachdem Bands wie Linkin Park, P.O.D. und Co den Weg frei für rockigere Töne gemacht haben, werden A auch in Großbritannien beachtet und können sich zusammen mit Bands wie Vex Red, Hundred Reasons und Lost Prophets gegen die Herrschaft des Britpops stemmen. Mit "Hi-Fi Serious" haben A ein Album erschaffen, das nicht ganz die Höhen und Tiefen des Vorgängers widerspiegelt, sondern eher eine Reihe verschiedener Rock-Songs präsentiert, die sich nur einem Ziel verschrieben haben: Den Pop-Rock-Thron zu erobern. Die erste Angriffswelle ist mit der ersten Single "Nothing" bereits angelaufen und scheint Platz für weitere Etappensiege zu schaffen. Diese Nummer sprang auf Anhieb auch Platz 9 der UK-Charts und auf Platz 1 der DAT-Charts. "Nothing" drückt einen direkt an die Wand und erinnert ein wenig an "Alive" von P.O.D.

Songs wie "Going Down", "6 O´Clock On A Tube Stop" oder auch "Starbucks" erinnern von ihrer sehr melodischen Art her eher an Lit und bringen feinsten Pop-Rock in unsere Gehörgänge. Auch diesmal konnten die Jungs ihre Vorbilder wie Van Halen, Foo Fighters oder The Jam schwer aus ihren Songs heraushalten. In "The Distance" zeigt Gitarrist Mark Chapman, wer seine Vorbilder sind und was passiert, wenn man ihn während der Aufnahmen zu einem Solo nötigt. Die anderen Bandmitglieder wollten endlich das belgische Nachtleben genießen und warteten nur auf Mark, der noch schnell das "Solo seines Lebens" einspielen musste, bei dem es allen die Sprache verschlug. Auch ihren Grundsätzen sind sie treu geblieben und haben sich einen Schei**, um Trends und Meinung anderer geschert. Genau diese fehlenden Starallüren und ihre Bodenständigkeit machen A zu einer verdammt seltenen wie auch genialen Band.

02.04.2002 Tim