Tonträger

Tracklist

1.Attack
2.A beautiful lie
3.The kill
4.Was it a dream?
5.The fantasy
6.Savior
7.From yesterday
8.The story
9.R-evolve
10.A modern myth
11.The battle of one
12.Hunter
13.Was it a dream? (Acoustic)

30 Seconds To Mars

A Beautiful Lie

VÖ: 28.10.2005
Label: Virgin
Web:
www.thirtysecondstomars.com

Singende Schauspieler gab es schon immer und die meisten von Ihnen verschwanden ebenso so schnell wie sie erschienen sind. Ähnliches dachte man auch von Jared Leto als er 2002 das erste Mal mit seiner Band 30 Seconds To Mars. Bekannte wurde er hierzulande 1995 mit der Serie ?My so-called Life" (Willkommen im Leben). Danach durfte er bei Filmen wie ?Düstere Legenden?, ?Fight Club?, ?Requiem For A Dream?, ?American Psycho? und ?Panic Room? sein Talent unter Beweis stellen.

Sein Debütalbum hingegen wollte er ohne Hilfe seiner Berühmtheit oder hilfreichen Connections produzieren und vermarkten, was mit dem Majordeal bei Virgin zu funktionieren schien. Im Nachhinein musste er feststellen, dass er sich einfach übernommen hatte. Als Perfektionist spielte er alle Instrumente selbst ein. Nur das Schlagzeug durfte Bruder Shannon einspielen, der als einziger das Vertrauen des berühmten Bruders genoss. Das Album hatte zwar Potential, aber die Songstruktur ähnelte einem Irrgarten, in dem sich selbst Leto zu verlaufen schien.

Für ?A Beautiful Lie? nahm Leto die Hilfe von Produzent Josh Abraham dankend an, um nicht erneut am eigenen Anspruch zu scheitern. Abraham hatte zuletzt das Album von Velvet Revolver produziert und so viel Erfahrung im Leiten von hilflosen Personen.

Auch die anderen Musiker der Band durften ihre Parts endlich selbst einspielen, so dass Leto sich auf die Texte und den Gesang konzentrieren konnte.
Das Ergebnis ist ein Album, das sehr viel geordneter und aufgeräumter daherkommt als der Vorgänger. Der Opener ?Attack?, der auch gleichzeitig die erste Singleauskopplung ist, ist der Beweis für die Vielseitigkeit der Band. Elektronische Klänge gepaart mit einem Jared Leto, der seine Stimme zeitweise an die Grenzen der Belastbarkeit führt, stehen für die Weiterentwicklung von 30 Seconds To Mars. Eintönigkeit ist ein Fremdwort. Allein Drummer Shannon Leto sorgt für ungewollte Vielseitigkeit, in dem er seine Bandmitglieder mit seinem komplexen Spiel an die Grenzen treibt. Zeitweise erinnert es an ein Katz und Maus-Spiel wie sich Shannon durch die Songs hetzt, um nicht eingefangen zu werden.

Diese explosive Mischung lässt zum Ende des Albums spürbar nach und wird durch die beruhigende Akustikversion von ?Was It A Dream? abgeschlossen.
?A Beautiful Lie? steht für Einfallsreichtum, interessante Songstrukturen, Power und einem Jared Leto, der seinen musikalischen Weg gefunden zu haben scheint.

26.10.2005 Tim