Tonträger

Tracklist

1.The View From The Aftternoon
2.I Bet You Look Good On The Dancefloor
3.Fake Tales Of San Francisco
4.Dancing Shoes
5.You Probably Couldn't See For The Lights But You Were Looking Straight At Me
6.Still Take You Home
7.Riot Van
8.Red Light Indicates Doors Are Secured
9.Mardy Bum
10.Perhaps Vampires Is A Bit Strong But...
11.When The Sun Goes Down
12.From The Ritz To The Rubble
13.A Certain Romance

ARCTIC MONKEYS

Whatever People Say I Am, I Am Not

VÖ: 20.01.2006
Label:
Rough Trade
Web:
http://www.arcticmonkeys.com

Vorweg eine kurze Hochrechnung: Von ca. 20 NME-Hypes pro Jahr sind ca. die Hälfte dauerhaft etwas wert. Von diesen zehn wirklich guten Bands schaffen es ungefähr drei davon, in Deutschland zu punkten, was angesichts der derzeitigen Qualitätsschwemme auf der Musik-Insel viel zu wenig ist. Kaum vorstellbar, dass der NME-Trendguide den leuchtendsten seiner Sterne fast "übersehen" hätte. In dem Wald, den man vor lauter schönen Bäumen kaum noch durchblicken kann, sind die Artic Monkeys trotz ihres zarten Alters der alles überragende in ganz England.

Als die Teenager vor ein paar Monaten die ersten Demos ins Netz stellten, waren sich alle Experten einig: Die Artic Monkeys sind (zurecht) das nächste ganz große Ding.Das war den Jungs allerdings schon fast zu viel des guten und so verkünden diese am Anfang ihres ersten Videos: "Dont believe the Hype!". Sorry Jungs, geht leider nicht. Die unglaubliche Single "I bet you look good on the dance-floor" ist nämlich nur die Speerspitze eines gewaltigen Debütalbums, dass quasi nur aus Hits besteht. Man stelle sich die besten Songs von Libertines, Maximo Park, Kaiser Chiefs etc. vor, addiere dazu eine süchtig-machende Rotz-löffel-Stimme und Melodien gepaart mit Breaks, die passen-der kaum eintreten können und schon hat man eine ungefähre Vorstellung von der neuen Band des Jahres.

Die Artic Monkeys erfinden das Rad der Musik-Geschichte zwar nicht neu, bewegen dieses jedoch so schnell, roh und energiegeladen wie es seit dem Debüt der Libertines keine Band mehr geschafft hat. Ihr Mix aus Garage, Retro und New-Wave-Rock wurde von dem Produzenten-Team nur leicht überarbeitet und dafür sollte der Hörer dankbar sein, denn gerade diese perfekte Unperfektheit macht diese Band so großartig. Teilweise wollen die Songstrukturen hinten und vorne nicht zusammen passen bis sie sich im Refrain um so schöner wieder vereinigen. Es ist fast beängstigend, dass diese Burschen noch so jung sind; wobei diese jugendliche Unbekümmertheit wahr-scheinlich der Grund dafür ist, dass die Artic Monkeys selbst Mitt-Dreißiger ins Schwitzen bringen.

25.02.06 Simon