Tonträger

Tracklist

1. Surströmming
2. Zeichen Der Totale
3. Blaufeuer
4. Psychodrama
5. Retroaktiv
6. Verkenntnis
7. Trug
8. Waidmanns Unheil
9. Moritate
10. Haunted House Of Sligo
11. Die Anderen
12. Schatten Eurer Selbst
13. Fahnen Hoch

RASTA KNAST

Trailblut

VÖ: 20.07.2012
Label: Destiny Records
Web:
www.myspace.com/rastaknast

Noch nie etwas von ‚Trallpunk’ gehört? Na, dann wird es aber allerhöchste Zeit, denn hinter diesem Terminus verbirgt sich eine stilistische Variante des Punkrocks, die im südschwedischen Raum ihren Ursprung hat. Ja, richtig gelesen, eine Musikrichtung aus Südschweden. Was diese denn so besonders mache, mag man sich jetzt wundern und nach dem ersten Durchgang des Albums „Trallblut“ zu einer ernüchternden Antwort gelangen: eigentlich nichts. Rasta Knast – übrigens nicht aus Südschweden (das waren die Recken von Asta Kask), sondern aus Norddeutschland – liefern schnellen und schnörkellosen Punkrock mit deutschen Texten ab. Deutschpunk also, nichts mit Trallpunk und derartigen Exoten. Der Etikettenschwindel wurde aufgedeckt!

Das war vorschnell. Zu vorschnell, denn im Laufe der bummelig 40 Minuten Spielzeit lässt sich etwas Besonderes feststellen, was den Trallpunk ausmacht. Es sind die einfachen, lockeren und flockigen Melodien und die zahlreichen mehrstimmigen Passagen, die sich hervorheben und für gute Laune sorgen. Wer sich einmal schwedische Bands wie Skumdum oder Lastkaj 14 zu Gemüte geführt hat, dem wird der schlichte Kick für das Gemüt mitnichten fremd erscheinen. Im Trallpunk wird nichts Neues gebastelt, es wird dafür gesorgt, dass die Ohren vernünftiges Futter bekommen. Die vier Hannoveraner servieren dementsprechend weder Sternekost noch Lebertran, sondern Erbsensuppe – klassische Kost, die vielen Leuten schmeckt.

18.01.2013 Jack