Tonträger

Tracklist

1. Routines & Rattling Chains
2. Wastable Wires
3. Party to Its People
4. Carne(t)vores ATA
5. Mann Will Oder Nicht
6. Southwards
7. Radio PMA
8. 360 Per Second
9. So, Somehow (Difference As a Matter of Fact)
10. So, Somehow (The Conclusion)
11. To All the Thieves
12. Rankers & Rotters
13. On Your Own

Astpai

Heart To Grow

VÖ: 12.09.2010
Label:
Ass-Card Records
Web: http://www.myspace.com/astpai

Die von mir oft gelobte österreichische Punkrockmusikszene gibt wieder laut. Dieses Mal dürfen Astpai erneut über die Klinge springen, deren Album „Feeling Save In Programmed Channels“ mich seinerzeit nicht so ganz überzeugen konnte. „Heart To Grow“ lautet der Titel des neuen Albums, das bei ersten Hördurchgang sogleich eine Menge Skepsis abbaut, denn der melodische Hardcore des Quartetts wirkt absolut ausgereift.

Astpai erzielen eine Menge Pluspunkte, indem sie geradlinig rocken, überzeugend zwischen Vollgas („Wastable Wires“, „360 Per Second“, „Rankers & Rotters“) und Halbgas („All The Thieves“, „Party To The People“, „Carne(t)vores Ata“) schwanken und über eine authentische Aggressivität verfügen, die vor allen Dingen im Gesang zum Ausdruck kommt. Dieser kratzt sich nach wie vor durch die 36 Minuten Musik, stimmliche Unterstützung gibt es unter anderem aus dem Hause One Win Choice, Rentokill, In-Sane und Soey. Eine klare Produktion mit einem trockenen Schlagzeug rundet das Album ab.

„Heart To Grow“ – wenn man regional etikettieren möchte – verdient sich eine Zuordnung zum US-amerikanischen Südosten, präziser Florida. Noch präziser Gainesville, eine 120.000-Seelen-Stadt, die in der Vergangenheit zahlreiche einflussreiche Bands wie Hot Water Music und Against Me! hervorgebracht hat. Ein derartiges Prädikat dürfen die vier Österreicher gerne als Auszeichnung verstehen, die sie sich mit diesem schicken Album in der Tat verdient haben.

03.08.2011 Jack