Tonträger

Tracklist

1. In Your Arms

2. Everything In Me

3. Burn

4. Stars

5. Where Are You Now

6. Spiders

7. Forget About Me

8. Wake Me

9. Down

10. Sinking Sand

11. Am I So Blind

12. California Summer

13. In The End

 

DESTINE

Lightspeed

VÖ: 26.10.2010
Label: Rude Records
Web: www.destinemusic.com

 

Destine gelten als holländische Antwort auf namhafte Bands wie Paramore, Fall Out Boy und All Time Low. Nun gibt es zwei Alternativen: Entweder fällt besagte Antwort überraschend gut aus – was dem Fünfer durchaus zu gönnen ist – oder es wird fleißig um den heißen Brei herumgeredet, was im Endeffekt für eine gedrosselte Zufriedenheit sorgt. Nach den 13 auf „Lightspeed“ vorhandenen Songs muss leider letzteres konstatiert werden, denn was sich 45 Minuten lang auf diesem Album abspielt ist ziemlich dünn und austauschbar.

Destine konzentrieren sich auf Poppunk der sehr freundlichen Art. Viel Midtempo, einige ruhige Nummern („Stars“, „Wake Me“, „In The End“), braver Gesang, eine von James Paul Wisner – der bereits mit Paramore und New Found Glory kooperierte – aufpolierte und dementsprechend glatte Produktion einerseits, auf der anderen Seite ein kompletter Verzicht auf stilistische Reibungspunkte, die dem niederländischen Quintett eine eigene Identität verschaffen könnten. Der Albumtitel „Lightspeed“ besitzt lediglich einen dekorativen Charakter oder beschreibt das Tempo, mit dem die Songs benötigen, um in das eine Ohr eindringen und aus dem anderen wieder entfleuchen.

Menschen, die die bereits erwähnten Bands favorisieren, werden sich auch an der Musik von Destine erfreuen. Glatter und massentauglicher Poppunk eben, der nett im Hintergrund laufen kann, während man sich wichtigeren Dingen widmet, beispielsweise dem Spielen der 2011er Auflage von „Pro Evolution Soccer“. Wie treffend, dass Destine ihren Song „In Your Arms“ als musikalische Untermalung für dieses Spiel beisteuern…

03.08.2011 Jack