Tonträger

Tracklist

1. Medication

2. Sacrifice

3. Forget Your Heart

4. Intervention

5. Good Luck with Your Lives

6. Texas Mickey

7. The Artist

8. Burning Hearts

9. Darling Harbour

10. Live to Kill

11. Replace You

12. In Memory of...

13. Burning Hearts (Acoustic)

14. Texas Mickey (Demo)

15. Intervention (Demo)

16. In Memory Of... (Demo)

 

SILVERSTEIN

Rescue

VÖ: 29.04.2011
Label: Hopeless Records
Web: http://www.silversteinmusic.com/

Es gibt sie doch noch, die Bands, die in einem gesunden Zwei-Jahres-Rhythmus Alben veröffentlichen. Silverstein ist eine solche Formation. Seit der Gründung im Jahr 2001 liefern die Kanadier in schöner Regelmäßigkeit frische Scheiben ab, gewöhnlicher Weise mit dem Victory Records-Etikett hintendrauf. Doch das Quintett verabschiedete sich von der alten Heimat, um bei Hopeless Records anzuheuern, die einen neuen Kurs einzuschlagen scheinen, der sich vom weichen Emorock entfernt und punkrockigere Klänge ansteuert. Die Signings von Yellowcard, The Wonder Years, Samiam und eben Silverstein bestätigen diese – was mich betrifft durchaus positive – Entwicklung.

Um es direkt auf den Punkt zu bringen: Auf „Rescue“ wurde erstklassiger Post-Hardcore untergebracht, und zwar insgesamt 18 Mal. Neben dem Grundstock von einem Dutzend sehr guter Songs gibt es einen amtlichen Nachschlag in Form von sechs Bonusnummern, die den ursprünglichen zwölf Stücken nicht das Wasser reichen können. Es handelt sich eben lediglich um Demoversionen, Akustiknummern und Auszüge von der EP „Transitions“, nichtsdestotrotz schaut man einem geschenkten Gaul nicht ins Maul.

Die Lieder Nummer eins bis zwölf überzeugen hingegen auf der ganzen Linie. Während der 40 Minuten trifft der Flummi auf die Abrissbirne – soll heißen, dass Silverstein von locker-flockig bis wuchtig wieder alles auf Lager haben. „Medication“ und „Burning Hearts“ gehen mit Vollgas ab durch die Mitte, bei „Intervention“ und „The Artist“ wird zusätzlich eine Schippe Hardcore draufgelegt. Dem gegenüber steht poppiger Punkrock in Gestalt von „Forget Your Heart“ oder „Replace You“, so richtig müde geht es ausschließlich bei der Ballade „In Memory Of…“ zu, die den offiziellen Teil des fünften Studioalbums abschließt. Hier darf gerne weggehört werden, ansonsten gilt für „Rescue“ die Devise: Ohren auf! Zuwiderhandlungen werden mit dem Versäumen eines richtig guten Langspielers geahndet.

22.06.2011 Jack