Tonträger

Tracklist

1. Logic
2. Bitter Blood
3. All In A Days Work
4. Unrest
5. Different Hearts, Different Minds
6. Numb
7. Contemplation
8. Feed The Fire
9. Closer To The End
10. Hook, Line And Sinker
11. Black Hole
12. Voracious Appetite
13. Heartsease

ATLAS LOSING GRIP

State Of Unrest

VÖ: 27.05.2011
Label: Black Star Foundation
Web: http://www.myspace.com/atlaslosinggrip

Kaum eine Band prägte den schwedischen Skatepunk wie die Satanic Surfers. Nach zahlreichen Besetzungswechseln wurde die Band auf Eis gelegt, während die Hauptfigur Rodrigo Alfaro zunächst mit Enemy Alliance musizierte und wenig später als Schlagzeuger bei Venerea anheuerte. Zu jener Zeit existierten Atlas Losing Grip bereits, die ganz im Stile der Satanic Surfers rasanten, technisch versierten Skatepunk praktizierten und mit ihrem Erstling „Shut The World Out“ bereits in Insiderkreisen auf sich aufmerksam machen konnten. Im Zuge der Herstellung der darauf folgenden EP „Watching The Horizon“ wurde eine schwergewichtige personelle Veränderung bekannt gegeben: Bassist Stefan Bratt tritt gesanglich einen Schritt zurück, Rodrigo Alfaro wird fortan sein markantes Organ beisteuern.

Bei „State Of Unrest“ geht der neue Frontmann nun erstmals über die volle Länge, und die Neugier ist natürlich groß, in wiefern der alte Schwede einen Einfluss auf die 13 neuen Songs hat. Neben der stimmlichen Veränderung – Rodrigos unverkennbarer Gesang ist ein echter Zugewinn für die Band – fällt auf, dass das Tempo im Schnitt ein wenig reduziert wurde, auch wenn bei „Bitter Blood“, „Logic“, „Heartsease“ und „Feed The Fire“ wieder tüchtig auf die Tube gedrückt wird. Dennoch erweckt „State Of Unrest“ deutlich den Eindruck, dass der (fast) neue Sänger den Reifeprozess des ehemaligen Quartetts merklich gefördert hat. Zudem ist dem Quintett mit „Different Hearts, Different Minds“ ein echter Ohrwurm gelungen.

Aufgrund des Gesangs lassen sich Ähnlichkeiten zwischen Atlas Losing Grip und den Satanic Surfers nicht von der Hand weisen, ein massiver Unterschied besteht aber bei der Produktion, denn während die alten Burning Heart Records- und Bad Taste Records-Hasen mitunter relativ kraftlos klangen, gibt es auf „State Of Unrest“ einen Sound vom feinsten – dem feinen Gespür von Jason Livermore, der dieses unter anderem namhaften Künstler wie Rise Against, NOFX, No Use For A Name und Good Riddance zur Verfügung stellte, aus dem Blasting Room-Team sei gedankt.

Mit dieser Veröffentlichung setzen Atlas Losing Grip zwar keinen absoluten Meilenstein, dennoch gelingt es ihnen, den erstklassigen Skatepunk der Neunziger auf eine hervorragende Weise in die Gegenwart zu befördern.

14.01.2010 Jack