Tonträger

Tracklist

1. Hottress
2. Ivanhoe
3. The West Country
4. Boneyard
5. Samovar
6. Grace O'Malley
7. The Skrigjaärgen Polka
8. Eliza Lee
9. Amsterdam
10. Victory Square

 

THE DREADNOUGHTS

Polka’s Not Dead

VÖ: 07.01.2011
Label: Destiny Records
Web: http://www.myspace.com/vancitydreadnoughts

Alle tanzen Pogo, nur nicht Volker, der tanzt Polka. Somit liegt der Schluss nahe, dass es sich bei Volker um einen Außenseiter handelt – einen Außenseiter mit einem feinen Geschmack. Denn wenn Volker Polka (tanzen) mag und darüber hinaus dem Punkrock nicht gänzlich abgeneigt ist, dann wird er an The Dreadnoughts seine wahre Freude haben.

Die fünf Herren von der kanadischen Pazifikküste hauen mit ihrem neuen Album „Polka’s Not Dead“ wieder ein krudes Stück Mischmusik heraus, das ohne Zweifel jede Menge Spaß bereitet. Der Hauptgrund für dieses Lob ist das Fingerspitzengefühl, wenn es darum geht, die Energie des Punkrocks mit der Verspieltheit der Folkmusik zu vermengen. Das gelingt The Dreadnoughts hervorragend, denn schon mit dem rasanten Opener „Cider Road“ werden die Gehörgänge sturmreif geschossen. Erneut werden Gitarre, Bass und Schlagzeug von folktypischen Instrumenten wie Mandoline, Banjo, Querflöte, Geige und Akkordeon begleitet, und erneut entpuppen sich die Kanadier als äußerst vielseitig: Während bei Vollgas-Attacken wie „Gintlemen’s Club“ oder „Paulina“ die Tanzfläche in ein Tollhaus verwandelt wird, fordern Singalongs wie „Randy Dandy-Oh“ oder „Turbo Island“ die Beteiligung möglichst vieler Stimmbänder. Zwischen den Zeilen ist oft ein dezenter Polka-Charme auszumachen, der die gute Laune zusätzlich fördert.

The Dreadnoughts schaffen es tatsächlich, mit „Polka’s Not Dead“ an die gute Leistung des Vorgängers „Victory Square“ anzuknüpfen. Das verdient Hochachtung. Und plötzlich befindet sich auch der gute Polka-Volker aufgrund seines guten Musikgeschmacks in bester Gesellschaft.

 

19.03.2011 Jack