Tonträger

Tracklist

1. You
2. Miss Confidence
3. Get You
4. Slow Down
5. News Abuse
6. Fire
7. Blue Eyes
8. Ticking Bomb
9. Back Right Now
10. Master Plan
11. Hey Hey Baby
12. No Need To Fall In Love

SLARTYBARTFAST

Terrifying!

VÖ: 05.11.2010
Label:
808 Records
Web: http://www.slartybartfast.ch/

Seit einem Jahrzehnt gibt es die Schweizer Band Slartybartfast nunmehr, und bis ihr Album „Terrifying!" in meinem Briefkasten lag, stellte der eidgenössische Fünfer für mich eine absolute Unbekannte dar. Der Vorteil seitens der Musiker ist dabei, dass man als Rezensent komplett ohne den Einfluss voriger Veröffentlichungen ans Werk gehen kann. Der Nachteil: Wenn sich das vorliegende Album als schlecht herausstellt, kann man nicht schreiben: „Sicher nur ein Ausrutscher, sie können es wesentlich besser." Alles eine Frage der Herangehensweise …

Slartybartfast – was sich auch immer hinter dem seltsamen Bandnamen verbergen mag – spielen Punkrock von der Straße im Stile von Social Distortion und den Buzzcocks. Dazu gehören ein einfacher, flotter Rhythmus, schrubbende Gitarren und ein markanter Gesang. Grundsätzlich haben die Schweizer diese Elemente verinnerlicht. Und nicht nur das: Sie wenden sie auf „Terrifying" auch Erfolg versprechend an! Zumindest die erste Hälfte des 45-minütigen Langspielers überzeugt mit mittelschnellen Punkrock-Nummern, die zwar den Vogel nicht abschießen, aber ihm zumindest gehörig Angst einjagen – „Terrifying!" eben. Mit Songs wie „You" und „Slow Down" im Köcher müssen Roman, Gilles, Nico, Raphael und Jaschu nicht mehr in jeder Schweizer Toilette auftreten, was laut Albuminfo einst der Fall gewesen sein soll. Mittlerweile dürfen echte Bühnen betreten werden, teilweise sogar im Vorprogramm renommierter Künstler wie den Presidents Of The USA, Millencolin oder den Toy Dolls.

An „Terrifying" zu bemängeln ist das Durchhaltevermögen, denn so gut dieses Album beginnt, so sehr lässt es im Laufe der zwölf Songs plus Bonusstück auch nach. Das Prinzip des einfachen Musizierens nutzt sich ab, und es fehlen echte Kracher, um die komplette Aufmerksamkeit wieder zurück zu gewinnen. Trotzdem kenne ich jetzt die Schweizer Band mit dem komischen Namen und weiß, dass sie keinen schlechten Punkrock machen, der allerdings noch ausbaufähig ist.

02.01.2011 Jack