Tonträger

Tracklist

1. Death Tone
2. Metal Daze
3. Fast Taker
4. Shell Shock
5. Manowar
6. Dark Avenger feat. Sir Christopher Lee
7. William's Tale
8. Battle Hymn
9. Death tone
10. Fast taker

MANOWAR

Battle Hymns 2011

VÖ: 02.12.2010
Label: Magic Circle Entertainment
Web: http://www.manowar.com/

Zweifelsohne müssen Manowar zu den Legenden des Heavy Metal gezählt werden. Im Jahr 1980 schlüpften vier junge Mattenschwinger in ihre Fellpuschen, verzichteten mit Ausnahme von ein paar Gladiatorenarmbändern und Brusthaaren auf jegliche Form der Oberbekleidung und rundeten ihr Outfit mit allerlei Hieb- und Stichwaffen ab. Fertig waren Manowar, die Metal-Kings. Und was ein echter König ist, der darf sich auch einmal die eine oder andere Pause vom Regieren der Heavy Metal-Gehörgänge gönnen. Dass diese manchmal etwas länger ausfallen, beweisen Joey DeMaio und seine Mitstreiter seit Beginn der Neunziger, denn mit der Länge der Schatten wächst auch die Anzahl der Jahre, die zwischen zwei Studioalben liegen.

Fast läppische vier Jahre haben die US-Amerikaner benötigt, um einen Nachfolger des 2007 erschienenen „Gods Of War" herzustellen. Doch da es den vier Metal-Recken anscheinend unmöglich erschien, frische Songs einzuspielen, schnappten sie sich einfach ihr Erstlingswerk „Battle Hymns" und spielten das komplette Teil neu ein. So wurden alten Klassikern wie „Manowar" und „Dark Avenger" der Staub abgeklopft und ein zeitgemäßer, druckvoller Sound verpasst. Letztere Nummer brachte jedoch ein kleines Problem mit sich, denn Schauspieler und Regisseur Orson Welles, der vor rund 30 Jahren die Sprecherrolle übernahm, schied 1985 dahin. Doch es fand sich ein nicht minder renommierter Ersatz: Schauspieler Christopher Lee lieh der Passage sein markantes Organ.

So klanglich einwandfrei sich die „Battle Hymns"-Neuauflage gestaltet, so armselig präsentieren sich die zwei Bonussongs, bestehend aus Live-Versionen von „Death Tone" und „Fast Taker" aus dem Jahr 1982. Es spielt absolut keine Rolle, ob die Aufnahmen ausgesprochen rar sind, sie klingen, als hätte ein Besucher ein Diktiergerät in einer Mülltonne versteckt – allerfeinste Bootleg-Qualität, jedoch nichts, was als zusätzlicher Kaufanreiz für eine Wiederbelebung eines alten Albums herhalten sollte.

„Battle Hymns 2011" befindet sich sehr nahe am Original und ist dementsprechend in erster Linie etwas für die Fans, denen die alten Kracher zu schwach auf der Brust sind. Die Metal-Kings remastern nicht, sie machen neu. Als echter Schwermetallkönig bindet man sich schließlich auch keine Fußmatte um die Hüfte und rennt mit einer Heckenschere durch die Gegend…

02.01.2011 Jack