Tonträger

Tracklist

1. Bird 1 feat. Dubfire
2. Always Loved A Film feat. Mark Knight & D. Ramirez
3. Scribble feat. High Contrast
4. Hamburg Hotel feat. Appleblim & Al Tourettes
5. Grace feat. Dubfire
6. Between Stars feat. Mark K & D. Ramirez
7. Diamond Jigsaw feat. Paul van Dyk
8. Moon In Water feat. High Contrast
9. Louisiana

UNDERWORLD

Barking

VÖ: 10.09.2010
Label: Vertigo
Web: http://www.underworldlive.com

Sei fast einem Vierteljahrhundert gibt es nun schon Underworld, und ehrlich gesagt hätte man es damals nicht geglaubt, dass sie jemals so beständig sein könnten. Zumindest klangen ihre ersten Songs wie "Glory! Glory! oder "Underneath The Radar" damals in ihren SynthieRock-Strukturen nicht mehr ganz Up-To-Date. Aber sie haben es dann doch irgendwie geschafft, sich auf Höhe der Zeit zu bugsieren, und durch den Film "Trainspotting" wurde ihr Song "Born Slippy" zu einem der wichtigsten elektronischen Hits der berühmt-berüchtigten Neunziger Jahre.

Dieses liegt einige Jahre zurück, und zwischendrin gab es große und eigenständige Momente, manchmal aber klangen sie auch ein wenig wie eine Kopie ihrer selbst. Das sollte man bei solch langer Lebensdauer und dem musikalisch schnelllebigen Terrain nicht überbewerten. Nun gönnen sich Karl Hyde und Rick Smith ein kleine Verjüngungskur. Sie haben für das mittlerweile achte Album eine Traube an jüngeren Produzenten um sich geschart, die sie sicher ins neue Jahrzehnt bringen sollen. Dabei weiß man nicht, ob die beiden nun ihr Denkmal verändern oder doch lieber unverändert lassen möchten. "Bird" ist ein treibender Electro-Song, der gut in die Diskographie dieser Band passt, und scheinbar stand Produzent Dubfire hier vor Ehrfurcht erstarrt da. Mutiger ist Dubfire bei "Grace", welches filigran und elegant mit hypnotischem Gesang daherkommt.  Paul Van Dyk hingegen wollte mit "Diamond Jigsaw" einen stampfenden Stadionrockrave basteln, was ein wenig altbacken klingt.

Am mutigsten ist die Zusammenarbeit mit den eher unbekannten Dubstep-Aufbrechern Appleblim & Al Tourettes, der Song "Hamburg Hotel" mit komischen kleinen Klangteilen, der einen wunderbaren Kontrast auf diesem Album liefert. Mit diesen unterschiedlichen Facetten zeigt sich, dass es in Zukunft noch spannend bleibt um Underworld. 

19.09.2010 Hauke