Tonträger

Tracklist

1. Seeking
2. Salvation
3. Sick & Tired
4. Blood & whiskey
5. Bored
6. Tommy Was...
7. The new generation
8. This world is dead
9. Devil's highway
10. The battle
11. Step back
12. Wasted days
13. Zombies
14. Dead end
15. Start again
16. City of sin

THE RABBLE

The Battles Almost Over

VÖ: 20.08.2010
Label: Filthy Lucre Enterprises
Web: http://www.myspace.com/therabble

The Rabble tragen mächtig dick auf, wenn es um die Entourage ihres neuen Albums "The Battle’s Almost Over" geht: Ein fürstliches Digipak beherbergt den 16 Songs starken Silberling, ein umfangreiches Booklet und ein kleines Poster. Alles wirkt hoch professionell, doch sind diese Dinge komplett hinfällig, wenn die Klänge nicht im Geringsten ebenbürtig erscheinen. Sie tun es, um Entwarnung zu geben und die große Investition in die Verpackung nicht als Geldverbrennung abzuwerten. Obwohl, für schmutzige Punkrocker wirkt der feine Zwirn aus Pappe schon ein bisschen dekadent…

The Rabble stammen übrigens aus dem fernen Neuseeland, einer Nation, das vielleicht für Kiwis und Rugby bekannt ist, aber nicht für Streetpunk. Trotzdem scheinen Gitarrist und Sänger Chazz, Schlagzeuger Rupe und Bassist Jamie ihre Hausaufgaben gemacht zu haben, die mit Sicherheit darin bestanden, aufmerksam jede Menge Rancid und The Unseen zu hören und anschließend ein Gemisch zu erstellen, das zu überzeugen weiß. Das Resultat ist in der Tat vorzeigbar, denn The Rabble versuchen nicht zu kopieren, sondern schöpfen das Spektrum des Streetpunks auf ihre eigene Weise aus, was bedeutet, dass das Trio nicht ganz so vielseitig wie Rancid und nicht ganz so aggressiv wie The Unseen zu Werke gehen. Herausgekommen ist dabei mittelschneller bis fixer Punkrock mit geradlinigen Melodien und typischen Chören. Mit „Dead End" schleicht sich eine ruhigere Nummer zwischen die 16 Songs, bei „The Battle" gibt es Unterstützung von einem Dudelsack, und für den Gesang bei „The World Is Dead" konnte das große Vorbild Mark Unseen gewonnen werden.

Der im Jahr 2001 gegründeten Band gelingt es, ohne große Experimente ein hörenswertes Album abzuliefern, das mit dem herausragenden „Start Again" eine richtige Streetpunk-Hymne in petto hat. Misstrauen erweckt nur die Jahreszahl auf der Rückseite der Verpackung, denn dort steht 2007, obgleich das Teil als Neuerscheinung angepriesen wird und Wikipedia von Februar 2009 als Erscheinungsdatum spricht, was eine Diskrepanz von immerhin drei Jahren beziehungsweise einem Jahr bedeutet. Bei Myspace wird bereits ein neues Album für das kommende Jahr 2011 ausgelobt, also gehen wir davon aus, dass die Distanz nach Neuseeland schuld an der Verzögerung ist und hoffen, dass der nächste Langspieler nicht ganz so lange auf sich warten lässt.

 

04.09.2010 Jack