Tonträger

Tracklist

1. Do Yourself A Favor
2. Crooked Floors
3. G.M. Vincent & I
4. Because Of All The Things You Say
5. The Concept Says
6. Balance
7. Symptoms And Cures
8. Manifest
9 Get Alone
10. Magnet Pull
11. Pull Back The Reins

COMEBACK KID

Symptoms And Cures

VÖ: 31.08.2010
Label: Victory Records
Web: http://www.comeback-kid.com/

2010 ist wahrlich ein feines Jahr, zumindest, wenn es sich um hörenswerte Veröffentlichungen dreht. Dass Comeback Kid einen Beitrag zu dieser positiven Bewertung leisten, stand so nicht auf dem Plan, schließlich hieß es in den vergangenen Monaten, die Band arbeite an einem neuen Studioalbum, terminliche Prognosen wurden jedoch nicht geäußert. Und plötzlich stehen sie in den Startlöchern, elf taufrische Nummern, die unter dem Sammelbegriff „Symptoms And Cures“ für neue Jubelstürme sorgen sollen.

Bereits nach dem ersten Durchgang steht fest, dass das Quintett aus Kanada nichts verlernt hat. Es geht nach wie vor um melodischen Hardcore der höchsten Qualitätsstufe, allerdings führen Comeback Kid die Entwicklung fort, die mit dem Vorgänger „Broadcasting“ eingeleitet wurde, nämlich die Abkehr von fast ausnahmslos rasanten Songs. Natürlich wird es nicht alleine an der seinerzeitigen Umbesetzung innerhalb der Band liegen, die Gitarrist Andrew Neufeld auf die Position des Sängers brachte. Dennoch bringt Neufelds wütendes Organ eine zusätzliche Portion Aggressivität, die insbesondere auf „Symptoms And Cures“ deutlich zu hören ist.

Dem gegenüber stehen jedoch weitaus weniger Vollgas-Einpeitscher als auf sämtlichen bisherigen Alben. Stücke wie beispielsweise „Balance“ oder „Manifest“, die zwar brachial beginnen, sich aber nach kurzer Zeit in mittelschnellen Gefilden niederlassen. Einen Schritt weiter gehen „Because Of All The Things You Say“ und der Titeltrack “Symptoms And Cures”, die für einstige Verhältnisse sehr zurückhaltend anmuten – was nicht unbedingt schlecht ist, es ist einfach ungewohnt.

Äußerst wenig Mühe macht es, sich Songs wie „Crooked Floors“ und „The Concept Says“ zu Gemüte zu führen, die den Fünfer aus Winnipeg in ihrer alten Klasse zeigen. Doch es geht noch besser, denn mit dem herausragend eingängigen „G.M. Vincent & I“ ist den Herren der meines Erachtens großartigste Song ihres gesamten Repertoires gelungen. Selten trafen Aggressivität und Melodiösität dermaßen harmonisch aufeinander.

Zweifelsohne befinden sich auf „Symptoms And Cures“ einige sehr feine Nummern, doch ist das Album nicht in der Lage „Wake The Dead“ und „Broadcasting“ den Rang abzulaufen.

20.08.2010 Jack