Tonträger

Tracklist

1. The Long and Dangerous Sea
2. Switch
3. Love my Life
4. Black and Blue
5. Nobody's Listening
6. Window of Hope
7. Ghost
8. Terrible End
9. Heaven
10. Lament

MOKE

The Long And Dangerous Sea

VÖ: 30.04.2010
Label: Island Records
Web: http://www.mokemusic.com/

Paul Weller ist ein Guter, das wissen wir schon lange. Immerhin hat er dem Britpop durch Bands wie The Jam oder Style Council neue Facetten gegeben. Wenn ein Mensch wie Paul Weller also eine Band als seine neue Lieblingsband kürt, dann hat das natürlich ordentlich Gewicht.

Vor circa drei Jahren hat er mit Moke eine neue Lieblingsband gefunden, also wurde dieser neuen Band sehr schnell viel Aufmerksamkeit zuteil. Allerdings hatte man sich beim Durchhören des Erstlingswerks "Shorland" ein wenig gewundert. Denn irgendwie waren die Songs zwar schon rockig, so wie es einige Paul-Weller-Soloalben sind, aber irgendwie zündete kein Funke. Nun folgt der zweite Anlauf, Funkenflug zu entfachen. Rücken wir aber mit der Wahrheit gleich heraus, wieder einmal scheint der Feuerstein nicht zu zünden. Im Gegenteil, "The Long And Dangerous Sea" ist ein Album, bei dem man manchmal fast schon verschämt wegschauen möchte. Auch hat man das Gefühl, dass die Niederländer musikalisch noch immer orientierungslos nach ihrer eigenen Identität suchen. Hier eine große Pianoballade, einige komische Elektrospielereien, dick triefende Synthieparts, Hausmannskost-Gitarrenrock, BritPop-Pathos und sogar Saxophon-Soli in rockigen Momenten.

Man hat oft das Gerfühl, dass man ein Album aus den achtziger Jahren hört, welches irgendwo zwischen U2, Big Country und Simple Minds pendelt. Dabei fehlen Moke leider die ganz großen Hits. Irgendwie auch erstaunlich, denn ihre Melodiebögen sind groß angelegt. Trotzdem will der Funke wieder mal nicht überspringen, obwohl sie sich musikalisch noch breit auslegen. 

14.07.2010 Hauke