Tonträger

Tracklist

1. Killers On Abbey Road
2. Demon (S)Laughter
3. Canada Is Bleeding
4. The Devil Knows Your Name
5. Phantoms
6. New Hymns For Heroes
7. Prepare For The Endboss Sequence
8. I Am The Endboss
9. Could It Be You
10. Sharp 45 Knives
11. Congratulations Miss Purgatory
12. Corridors
13. Interlude
14. Warning!
15. Burning Images Blowing Scenes

FROM CONSTANT VISIONS

Feast With The Beast

VÖ: 09.07.2010
Label: Hassle Records
Web: http://www.myspace.com/fromconstantvisions

Nette Jungs müssen das sein: Wer brennende Totenköpfe durch sein Booklet fliegen lässt, ein großes Pentagramm hinter dem Silberling unterbringt und in seinen Songtiteln Begrifflichkeiten wie „Killers", „Demons", „Bleeding", „Devil" oder „Phantoms" unterbringt, der praktiziert bestimmt geschmeidigen Poprock und singt von Highschool-Romanzen. Türlich, türlich…

From Constant Visions erinnern auf eine gewisse Weise an Avenged Sevenfold: Mit jeder Menge Tinte unter der Haut verleihen die fünf Münchener ihrer Musik einen merklichen Grusel-Charakter, obgleich ich mich kaum in der Lage sehe, dieses Attribut auf der Stelle genau zu definieren. Liegt es an den schweren Gitarren, dem gelegentlich hämmernden Doublebass-Schlagzeugspiel oder an dem aggressiv-verzweifelten Gesang. Diese Dinge können zahlreiche andere Formationen ebenfalls aufweisen, weswegen zu dem Schluss gekommen werden muss, dass es die Mischung macht. Und From Constant Visions sind auf „Feast With The Beast" ganz groß darin, schmutzigen Hardrock mit modernem Metalcore zu paaren – und daraus eine wirklich attraktive Angelegenheit für die Ohren zu produzieren. Abgesehen von einem instrumentalen, eineinhalb Minuten langen Füller, der den feinen Folgesong „Warning!" einleitet, verfügt jedes der restlichen 14 Stücke über eine bemerkenswerte Dynamik und Kurzweiligkeit. Mehrstimmige Gesangseinlagen und verspielte Gitarrensoli werden gezielt und wohl dosiert eingesetzt, so dass zu keinem Zeitpunkt der Eindruck erweckt wird, das Quintett bausche seine Nummern in die gefühlte Endlosigkeit auf, wie es gelegentlich bei besagten Avenged Sevenfold der Fall ist. Und auch hinter die Frage nach einer entsprechend wuchtigen Produktion lässt sich dank des feinen Gespürs von Tonmeister Klaus Scheuermann ein deutlicher Haken setzen.

Wo wir vorhin beim Grusel-Faktor waren: Es erscheint fast schon beängstigend, wie reif und überzeugt das Debütalbum einer Band klingt, die erst seit vier Jahren miteinander musiziert. Ich prophezeie eine steile Karriere, die die nationalen Grenzen sicher überschreiten wird.

10.07.2010 Jack