Tonträger

Tracklist

1. Memories in melodies
2. Get up your lame ass
3. Desperate condition
4. From the cradle to the grave
5. Long way to paradise
6. Humility and trust
7. Kinnwasser
8. Nothing better
9. No hero so far
10. T.G.I.F.
11. Unity through music
12. A friend in need is a friend indeed
13. Tomorrow is already here

SKAFIELD

Memories In Melodies

VÖ: 16.04.2010
Label: Long Beach Records
Web: http://www.skafield.de/

Ein Dutzend Jahre sind Skafield bereits als Band aktiv, dementsprechend müsste das Oktett über einen umfangreichen Erfahrungsschatz verfügen. In diesem sollten unter anderem die Momente vorhanden sein, in denen ihr Heimatgenre – der Ska-Punk – seinen absoluten Höhepunkt erlebte, schließlich tat man sich zu jener Zeit zusammen. Und sicher ist den Skafield-Mitgliedern auch bekannt, dass seitdem eine Menge Bands über die Klinge springen mussten, was hauptsächlich daran lag, dass der Bedarf an einer Kombination aus Ska und Punkrock mehr als gedeckt war.

Die Tatsache, dass es Skafield immer noch gibt, spricht für die Qualität der deutschen Band. Mit dem Vorgänger „Create Your Own Hell“ konnte der Achter vor vier Jahren bereits amtlich punkten, und auch das neue Album mit dem Titel „Memories In Melodies“ wird keinen Gedenkstein mit der Aufschrift „Sie waren stets bemüht“ mit sich bringen. Vielmehr darf den Saarländern attestiert werden, dass sie mit ihrer Musik nicht nur auf nationaler Ebene eine herausragende Figur machen, auch international betrachtet präsentiert man sich nahezu auf einer Höhe mit den Aushängeschildern der Sparte.

Anlass dieser Wertschätzung sind die bekannten Uptempo-Attacken, die dieses Mal unter anderem auf die Namen „From The Cradle To The Grave“, „Tomorrow Is Already Here“ oder „Long Way To Paradise“ hören. Insbesondere die Rhythmussektion erzeugt eine packende Dynamik, derer er vieler Artgenossen oftmals mangelt. Darüber hinaus verzichten Skafield auf Alibi-Bläsereinsätze, die nur der Quote wegen eingestreut wurden, sondern setzen die zwei Trompeten, Saxofon und Posaune entschlossen und überzeugend ein. Hervorzuheben ist zudem Philipp Berens schneidender Gesang, der bei dem überaus eingängigen Stück „Unity Through Music“ auf einmal nach Mike Park klingt, was einfach daran liegt dass es sich in der Tat um den Gründer des Indielabels Asian Man Records – dort liegen unter anderem die Wurzeln des Alkaline Trios und von The Lawrence Arms – handelt. Der ehemalige Skankin’ Pickles-Frontmann lieh dem Song nicht nur seine Stimme, er stellte ihn seinen Freunden aus Deutschland komplett zur Verfügung. Wären die restlichen zwölf Nummern durchschnittlich, spricht man wohl von kollegialer Entwicklungshilfe, angesichts der vorhandenen Qualität des Albums sollte der Auftritt jedoch eher als Belohnung bewertet werden.

10.04.2010 Jack