Tonträger

Tracklist

1. At The Break Of A New Dawn
2. Bleed (The Story Of A Kid)
3. From Inside Out
4. Fail Stereo Fail
5. Blackout
6. Upon The City Lights
7. Autocratic, Autoerotic
8. Mrtev Policaj/Dead Cop
9. Red Carpet Pretenders
10. Choices Made
11. Amplify The Words

IN-SANE

Trust These Hands… Are Worthless

VÖ: 23.02.2010
Label: Fold Of Life Records
Web: http://www.myspace.com/insaneslo

Schneller, technisch anspruchsvoller Punkrock mit melancholisch-aggressivem Gesang aus europäischen Gefilden – Eine solche Definition lässt die Vermutung zu, die Satanic Surfers hätten ihren Dienst wieder aufgenommen. Dem ist zwar nicht so, dafür macht sich eine Formation namens In-Sane mit ihrem Album „Trust These Hands… Are Worthless“ daran, das einleitend umschriebene Genre zu qualitativ zu bereichern.

Mit einem ruhigen, Propaghandi-mäßigen Intro inklusive Didgeridoo-Einlage beginnen die 32 Minuten Wechselspiel zwischen geradlinigem Vollgas und verspieltem Midtempo. Das Trio aus Slowenien achtet in Zuge der elf Songs akribisch darauf, niemals der Monotonie zu verfallen. Dementsprechend ist das Warten auf durchgehend rasante Nummern mit klaren Strukturen, einfachen Melodien und mehrstimmigen Refrains wirklich vergebens. Selbst das schnörkel- und kompromisslose „Blackout“ beherbergt stets ein gewisses Maß an Komplexität, so dass es nicht links reinrauscht und auf der rechten Seite wieder entschwindet. Im Grunde befindet sich die Musik von Sänger und Gitarrist Darion, Sänger und Bassist Máteja und Schlagzeuger Shaggie in der Schnittmenge der Satanic Surfers – diesen Vergleich lässt auch der ziemlich identische Gesang zu – und Propagandhi, anspruchsvoller melodischer Hardcore also.

Dank „Trust These Hands… Are Worthless“ dürfen sich In-Sane in Zukunft sicherlich einer deutlich steigenden Fanmenge erfreuen, auch wenn ein Verzicht auf die sehr dumpfe Produktion dieser Veröffentlichung zu noch mehr Ruhm verholfen hätte. Die Tatsache, dass die Band ihre Lieder nicht in die Hände irgendeines hochdekorierten Soundmenschen gelegt hat, sondern alles quasi in Eigenregie zusammengebastelt hat, macht die ganze Sache aber wieder sympathisch. Gutes Teil!

04.04.2010 Jack