Tonträger

Tracklist

1. Convinced Of The Hex
2. The Sparrow Looks Up At The Machine
3. Evil
4. Aquarius Sabotage
5. See The Leaves
6. If
7. Gemini Syringes
8. Your Bats
9. Powerless
10. The Ego's Last Stand
11. I Can Be A Frog
12. Sagittarius Silver Announcement
13. Worm Mountain
14. Scorpio Sword
15. The Impulse
16. Silver Trembling Hands
17. Virgo Self-Esteem Broadcast
18. Watching The Planets

FLAMMING LIPS

Embryonic

VÖ: 23.10.2009
Label: Warner Music
Web: http://www.myspace.com/flaminglips

Das die Flaming Lips schon immer in ihrer eigenen Liga oder besser gesagt in ihrem eigenen Universum spielen, ist vermutlich niemandem entgangen.

Man muss sich nur ein Konzert, eine DVD oder ein Album von dieser Institution aus Oklahoma anhören und wird verstehen. Auch das neuste reguläre Album (mittlerweile kann man bei iTunes ihre Version von Pink Floyds "Dark Side Of The Moon" kaufen) namens "Embryonic" lässt sich nicht wirklich einordnen. Vielleicht liegt es daran, dass es in einem Haus entstanden ist, welches der Bandmusiker Steven Drozd eigentlich verkaufen wollte, aber nicht konnte, da 2009 kein gutes Jahr für Immobilien-Geschäfte war.

Deshalb hat man einfach dieses Haus als improvisiertes Studio umgebaut und hatte somit genug Zeit um zu jammen. Genau, die Platte ist aus einem Jam entstanden, und solche Platten fangen eigentlich immer an zu nerven, da keiner den Pfad findet, den die Musiker damals gegangen sind. Doch erstaunlicherweise ist das bei den Flaming Lips anders, vielleicht weil man von ihnen obskure Wege gewohnt ist. Allerdings sind die Songs dennoch häufig kurz davor, dass ihre Struktur zerfällt und dem Hörer fast der Faden verloren geht, aber immer nur fast, denn zum einen sind die Herren um Wayne Coyne mit einem Gespür für Phantasie ausgestattet, das es immer wieder schafft, das Interesse immer wieder neu aufflammen zu lassen.

Zum anderem natürlich auch, dass hier in dem Klang-Wirrwarr aus Krautrock, Indie, Prog, sanftem Noise und Spacesound immer wieder Melodien auftauchen. Trotzdem verbinden sie diese Genres behutsam zu einem typischen Flaming Lips Album, welches einen wieder einmal in den Bann zieht und nicht mehr loslassen will.  

02.03.2010 Hauke