Tonträger

Tracklist

1. Kill My Corebelief
2. Empty Bottles
3. Bollywood
4. Catching In The Sky
5. M.I.C.
6. Killing With A Smile
7. This Song And You
8. Shadow Warrior
9. You, The Trees And Me
10. Sweet Bromides
11. Murphy’s Law
12. Tomorrow Comes

 

MESKALIN

Catching The Sky

VÖ: 02.10.2009
Label: 808 Records
Web: http://www.myspace.com/meskalinband

Angepisst wie die Transplants, angry wie die Suicide Machines und own way wie Capdown – leuchtet doch ein, was am Ende des Bewerbungsschreibens der jungen Band Meskalin zu lesen ist, oder? Wer jetzt ehrlicher Weise den Kopf schüttelt, der muss sich keinesfalls schämen, schließlich steht man sicher nicht alleine auf weiter Flur. Die Erwähnung der Suicide Machines und Capdown lassen darauf schließen, dass die vier Schweitzer Punkrock und Ska kombinieren und damit bereits für die erste Gänsehaut sorgen. Denn dieser sollte heutzutage schon herausragend gut sein, ansonsten zieht das geneigte Ohr lieber die alten Zugpferde vor. Und das sollte es auch, denn auf „Catching The Sky“ gibt es lediglich zwölf Mal belanglosen Skapunk zu hören, der keine Höhepunkte auf Lager hat. Der raue Gesang aus der Kehle von Frontmann Till Hirsekorn lässt obige Vergleiche und Attribute noch zutreffend erscheinen, doch sollte er seine Trompete gerne fortan im Koffer ruhen lassen, denn die Bläsereinsätze wirken eher störend als förderlich.

Wenig hilfreich ist zudem der Vergleich mit den Transplants, die in erster Linie durch ihre grenzenlose Experimentierfreude und ihren Crossover-Groove auffielen. Von so etwas ist auf dieser „Catch The Sky“ nichts auszumachen, die Abwechslung besteht während der knapp 40 Minuten nur aus einigen Geschwindigkeitswechseln und einem Pendeln zwischen Ska und Punk eben. Das ist zugegebener Maßen wenig einfallsreich, eigenständig oder „own way“ – wie es die Albuminfo zum Ausdruck bringt.

Das es sich hier um das erste Studiowerk des Quartetts handelt, kommt das durchschnittliche Dutzend nicht in den Schredder, sondern in die Schublade der Bands, von denen in Zukunft eine ordentliche Steigerung erwartet wird. Geschieht dies, dann musizieren die Jungs ihrem Namen entsprechend, denn bevor das Halluzinogen seine berauschende Wirkung entfaltet, soll es meist für Übelkeit sorgen.

14.01.2010 Jack