Tonträger

Tracklist

1. Friends & Traitors
2. They Can't Keep Us Down
3. Wounds
4. Afraid
5. Slipping Into Coma
6. City Of Cold
7. Volcano Is Me
8. Disbelief
9. My Last Day
10. I Have To Pretend
11. Words And Phrases
12. Keeping It To Yourself
13. Never Negotiate
14. Out

 

RAISED FIST

Veil Of Ignorance

VÖ: 04.09.2009
Label: Burning Heart Records
Web:
http://www.burningheart.com

“Does it make a difference if we play punkrock and unlock the mysteries of hardcore? We just want to play drums, bass and guitar.” – Raised Fist bringen es in ihrem Song “They Can’t Keep Us Down” direkt auf den Punkt: Trendhopping geht den fünf Schweden am Allerwertesten vorbei. Sie konzentrieren sich von Beginn an auf ihre Stärken und fahren damit bis heute ausgezeichnet. So halten sich überraschende Momente auf ihrer neuesten Veröffentlichung namens „Veil Of Ignorance“ auch stark in Grenzen, vielmehr bleibt die Band der Linie treu, die sie vor drei Jahren mit dem Vorgänger „Sound Of The Republic“ vorgegeben haben.

Jener brachte merkliche Veränderungen in Sachen Abwechslung. Bis „Dedication“ gab es im Grunde nur Vollgas ohne Kompromisse, diese wurden in der Folgezeit eingegangen, dahingehend, dass Raised Fist es schafften, ihre musikalische Aggressivität auch bei moderatem Tempo hervorragend in Szene zu setzen. Hier knüpft „Veil Of Ignorance“ nahtlos an mit einer Zusammenstellung aus klassischen Genickbrechern („Afraid“, „City Of Cold“, „Never Negotiate“), gedrosselten Granaten („Friends And Traitors“, „Wounds“, „Keeping It To Yourself“) und der daraus resultierenden Schnittmenge. Auf diese Weise gestalten die Skandinavier ihre Wutbolzen zum einen vielseitiger und zum anderen zugänglicher, was nicht bedeutet, dass Raised Fist die breite Masse im Visier hat. Immer noch steht der teilmelodische Hardcore, nach wie vor angeführt von Alexander "Alle" Hagmans großartigem Keifgesang, an vorderster Front. Dazu durfte wieder Daniel Bergstrand die Regler betätigen, um die 14 Songs angemessen wuchtig erklingen zu lassen und um zugleich einige wenige neue Klangnuancen einzubringen, schließlich soll „Veil Of Ingorance“ sich von seinem Vorgänger schon ein wenig absetzen.

Gleich geblieben ist die vergebliche Suche nach Schwachpunkten auf einem Raised Fist-Album. So lässt auch die aktuelle Scheibe einer Formation, die seit mittlerweile 16 Jahren im Musikgeschäft aktiv ist, keinerlei Abnutzungserscheinungen erkennen. Ein starkes Stück!

15.11.2009 Jack