Tonträger

Tracklist

1. Revolution Radio
2. Fight Back
3. Faded Dreams
4. Manners And Respect (Feat. King Django)
5. Culture Sucks The Life Out Of Me
6. Hang 'Em All High
7. Goodbye Inspiration (Feat. Joey LaRocca)
8. 007 / Rudi
9. No Way Out
10. RCH Punx
11. Out Of Luck
12. No Pasaran!
13. Las Brigadas Internationales
14. Hard Times
15. Social Control

STRAWBERRY BLONDES

Fight Back

VÖ: 02.10.2009
Label: Wolverine Records
Web: www.myspace.com/strawberryblondes</a<><//a<>

Erst ein Album am Start, und schon werden ihnen in Kreisen des britischen Punkrocks Königswürden zuteil: Die Strawberry Blondes haben den Punk-Olymp erklommen, werden von namhaften Indie-Magazinen als beste neue Band ausgezeichnet und dürfen Sex Pistols-Mann Steve Jones zu ihren größten Fans zählen. Das mutet nach Großartigem an – nur wer sind die Strawberry Blondes?!?

Es gehört schon eine intensive Wühlerei in den tiefen Gefilden des Genres dazu, um auf die drei Briten zu stoßen, kurzum: Selbst als stark dem Punkrock zugeneigter Musikhörer wird man wohl kaum die Erdbeer-Blondinen nachhaltig realisiert haben. Dies kann und wird sich aber mit dem Album „Fight Back“ definitiv ändern, denn auf jenem macht das Trio vieles gut, auch wenn die Begrüßung in Form der Anti-Apartheid-Propagandaradioansage des Afrikanischen Nationalkongresses – „This is Radio Freedom“, gefolgt von Maschinengewehrfeuer – mittlerweile mehr als abgedroschen wirkt. Doch im Anschluss gibt es 15 qualitativ gutartige Streetpunk-Nummern, die der Schnittmenge von Rancid und Anti-Flag entspringen. Grundsätzlich mittelschneller Punkrock mit greifbaren Refrains („Fight back, stand together side by side / Fight back, we no longer need to hide”) vereint sich mit gelegentlichen Ska-Ausflügen („007/Rudi“) und Bläser-Engagements („Manners And Respect“, „Hard Times“) zu einer tanzbaren Angelegenheit, die die Strawberry Blondes bereits als Anheizer für namhafte Künstler wie besagte Rancid und Anti-Flag, die Bad Brains, die UK Subs und The Unseen darbieten durften.

Natürlich sind hier keine Pioniere am Werk, ansonsten wäre „Fight Back“ wohl kaum auf einem Label wie Wolverine Records erschienen, die im Bereich des Punkrocks – der Zeigefinger muss erneut mahnend erhoben werden – für alles andere als positiv herausragende Veröffentlichungen bekannt sind. Mit den Strawberry Blondes ist eine Ausnahme gelungen, die Band aufgrund eines guten, aber nicht gigantischen Albums aber auf der Stelle zu den absoluten Überfliegern zu machen, grenzt nicht nur an Übertreibung, man befindet sich mittendrin.

10.10.2009 Jack