Tonträger

Tracklist

 1. My Heart Radio
2. Pine Tree State
3. Autumn
4. Hello Mexico
5. Skeleton
6. We Love Like Vampires
7. Shipwreck
8. I Swear That She's The One
9. American Blues
10. The Gravity
11. Chemistry Set
12. Saco Boys Have No Class

 

SPARK THE RESCUE

Eyes To The Sun

VÖ: 16.10.2009
Label: Hassle Records
Web: http://www.myspace.com/sparkstherescue

Sparks The Rescue beziehen ihren Namen von dem US-amerikanischen Bestseller-Autor Nicolas Sparks und seinem Roman „The Rescue“ und riskieren mit dieser fixen Idee eine vorschnelle Kategorisierung. Denn für welche Art der Literatur steht der Schriftsteller? Zumeist geht es in seinem Werken doch um zwischenmenschliche Beziehungen, in denen die Liebe oftmals eine gewichtige Rolle spielt. So ist es auch in besagtem Schmöker der Fall. Da wir den fünf jungen Musikern aus Portland jetzt unterstellen, dass die Namenswahl in einem Zusammenhang mit dem musikalischen Schaffen steht, kommen wir zu der Schlussfolgerung, dass es auf „Eyes To The Sun“ in irgendeiner Weise romantisch zugehen muss. Und damit liegen wir gar nicht einmal so verkehrt.

Sparks The Rescue praktizieren eine geschmeidige Mischung aus melodischem Midtempo-Punkrock und braver Popmusik, wobei es sich inhaltlich in erster Linie tatsächlich um persönliche Gefühle und Beziehungen dreht. Wer hätte das gedacht!?! Dabei gehen Alex Roy, Patrick O’Connell, Toby McAllister, Ben Briggs und Nathan Spencer zu keinem Zeitpunkt das Wagnis ein, ihren Songs anspruchsvolle Momente zu verleihen. Der Fokus der zwölf Nummern liegt eindeutig bei der Massenkompatibilität, so dass dieses Album quasi in jedem privaten Plattenregal eine gute Figur macht: Der Rockmusik-Fan kann zu Balladen wie „Hello Mexico“ oder „I Swear That She’s The One“ dahin schmelzen, während der Popmusik-Anhänger zu „wilderen“ Nummern wie „Autumn“ oder „American Blues“ so richtig den Bären vom Pflock lassen kann. Dank der Unterstützung von Produzent Jonathan Wyman erscheinen die 40 Minuten Pop-Punk-Rock in einem angemessenen Klang, der keinen Anlass zur Kritik gibt. Eine merkliche Enttäuschung ruft allerdings die konstante Distanzlosigkeit zu Bands wie All Time Low, Anarbor und There For Tomorrow, die übrigens allesamt zu der neuen Hopeless Records-Generation gehören, hervor.

Eigenen Angaben zufolge schöpft das Quintett seine Kraft aus der Liebe zum Schaffen von großartiger Musik. Nun, erstens stinkt Eigenlob, zweitens bleibt „Eyes To The Sun“ uns diese großartigen Töne schuldig, und drittens wirkt sich ein Mangel an Eigenständigkeit ziemlich negativ auf die Liebe der Hörer aus. So ist dieses Album lediglich okay.

10.10.2009 Jack