Tonträger

Tracklist

1. Sort Of Revolution          
2. Move On Me                 
3. Six Weeks                  
4. Nothing Is Ever Finished                  
5. See It All                   
6. Q & A               
7. If I Had A Million                  
8. Pigtails               
9. Maker                  
10. Walkin' in the Sun

FINK

Sort Of Revolution

VÖ: 22.05.2009
Label: Rough Trade
Web: http://www.finkmusik.de/

Bei Fink war es damals hierzulande nicht immer einfach, im Plattengeschäft oder im Internet die richtigen zu finden. Schließlich gab es bis in die frühen Neunziger Jahre auch eine deutschsprachige Band namens Fink, die lyrisch anspruchsvolle Texte mit Americana Sound verband. Doch diese Band hat sich aufgelöst, und somit ist der Engländer Finian Greenall der einzige, der unter dem Namen Fink musiziert.

Seinerzeit, als noch beide Fink(en) musizierten, war es auch einfach, diese zu unterscheiden. Denn Fink aus U.K. hatte man mit Genres wie Rave, Downbeat und TripHop in Verbindung gebracht. Doch 2006, als es die deutschen Fink(en) nicht mehr gab, hat der britische Fink seine elektronischen Kisten ausgeschaltet und sich auf dem Debüt "Biscuits For Breakfast" auch den sanften Gitarrenklängen gewidmet. Dieses scheint ihm so gefallen zu haben, dass er auch bei "Sort Of Revolution" wieder mit sparsamen Arrangements auskommt.

Wobei diese Spärlichkeit genau richtig plaziert ist, denn das neue Werk von dem Ninja Tune Musiker ist zwar zurückhaltend, schafft es aber doch, das Herz zu liebkosen. Der Opener und gleichzeitig das Titelstück eröffnet zart mit einer Akustikgitarre, dezentes Klavierspiel reiht sich ein, und dazu singt Greenall wärmend und dennoch markant. Dieser Song ist stilbildend für das ganze Album, und man muss auch erwähnen, dass die Songs oft in sanftem Moll maßgeschneidert bekleidet werden.

Nebenbei arbeitet er mit mehrstimmigem Gesang, und auch Dub-Elemente streut er effektiv ein. Dazu holt er sich auch ein paar Gastmusiker, wobei John Legend sicher der bekannteste ist, der auch musikalisch ihm vielleicht am nächsten stehen mag. Immerhin pendelt "Son Of Revolution" im weitesten Sinne zwischen handgemachtem Soul, Surfer-Romantik von einem Jack Johnson und beseeltem Singer / Songwritertum umher. Also keine Verwechslungsgefahr mit der aufgelösten hanseatischen Band möglich. 

01.10.2009 Hauke