Tonträger

Tracklist

1. Here Comes The Fire                  
2. When God Was Sleeping                 
3. The Architects Of My Apocalypse               
4. Ad Infinitum                  
5. Infecting The Program                  
6. Nothing In This World               
7. Time                 
8. It's High Time                 
9. The Storm Comes In                  
10. Triumph And Disaster        
11. Man Overboard! - The Dark Hour Of Reason               
12. Son Of The Morning                  
13. I Don't Belong Here

EMIL BULLS

Phoenix

VÖ: 25.09.2009
Label:
Drakkar
Web:
http://www.emilbulls.de/

Ok, Meine Damen und Herren, hiermit gestehe Ich. Ich habe gesündigt. Ich habe eine deutsche Band mit dem hübschen Namen „Emil Bulls“ jahrelang vernachlässigt, wenn nicht sogar nicht wahrgenommen. Reduziert habe ich sie, ja ich bereue, auf diesen einen Song der mal auf MTV lief. Eine Coverversion einer schwedischen Schmalzlockenband aus den 80zigern. Ich bekenne mich schuldig, aber ich habe mir meine Schuld eingestanden und gelobe Besserung, denn das was mir heute zu Ohren gekommen ist, hat mir die Augen geöffnet: Hört euch diese Band an!

Denn der neue Longplayer der Jungs aus Bayern mit dem einprägsamen Namen „Phoenix“ ist ein Genuss für alle Liebhaber gepflegter Gitarren-Bretter. Von vorne bis hinten, tritt dieses Album einfach in den Arsch. Ich kann dieses Album gar nicht kategorisieren und will es auch nicht, denn dies würde der Band einfach nicht gerecht werden. Einfach richtig gute Rockmusik die drückt (Davon könnte sich eine gewissen Band aus Hamburg mit der Zahl 4 im Namen eine große Scheibe abschneiden). Besonders hervorheben möchte ich hier Track 2. „When god was sleeping“. Ganz ganz großes Tennis. Mit einem schnellen Beat geht’s los, gefolgt von einem richtig gelungenem „Hey Hey“ Part. Definitiv ein Song zum durchdrehen.

„Triumph and Disaster“ ist ein relativ ruhiger Midtempo-Song der mich ein wenig an Haste the Day erinnert. Gefällt mir nur besser. Abwechslungreich wird es mit dem Song „Time“. Ganz klar abzugrenzen von dem Rest dieses Albums fängt dieses Stück ganz gemütlich an um dann schließlich im Refrain zu explodieren, wobei ich mir hier richtig gut vorstellen kann, wie man mit einer jungen Dame im Bett zu diesem Song gemütlich wird und die Dame plötzlich aufschreckt, wenn man beim Refrain angelangt ist. Kommen wir zum Ende: Warum muss die Band aber eine so strunzdoofe Piano-Ballade wie „ I don’t belong here“ als letztes Stück auf dem Album platzieren? Das könnte auch Alexander Klaws als Comeback-Single herausbringen.

Sei es euch verziehen, Jungs. Ich habe euch lange nicht ernstgenommen und ich entschuldige mich aufrichtig. Mit diesem Album habt ihr gewonnen. Zumindest bei mir.

02.10.2009 Martin