Tonträger

Tracklist

1. Apocalypse Soon 
2. Comimg Back
3. The Edge
4. Lost And Found
5. Atrophied
6. Burning Wreck
7. Glass Bones
8. Communication Breakdown
9. Fading Out
10. Shredder
11. Curtain Call
12. King Of Spades

MUTE

The Raven

VÖ: 29.06.2009
Label: Fond Of Life Records 
Web:
http://www.myspace.com/mutepunkrock

Sperrt eure Lauscher auf, liebe Punkrockfans, denn hier kommt der absolute O(h)rgasmus in Form eines Albums, das mit Sicherheit zu den besten Werken des modernen Punkrocks gezählt werden darf. Die musikalischen Wurzeln der vier Franco-Kanadier liegen eindeutig in den späten 90ern, in denen schneller und hochmelodischer Hardcore – bisweilen auch als Melodycore beziehungsweise Skatepunk geläufig – das Klimax des öffentlichen Interesses erreichte und NOFX- und Pennywise-Merchandise generell als sehr kleidsam galt. Die Trendwende ist unlängst vollzogen, doch Mute blieben ihrer Linie stets treu, auch wenn sich jede Menge Zeit in Bezug auf neue Veröffentlichungen ließen.Jack

Mit dem Album „Sleepers“ gab das Quartett im Jahr 2004 ein erstes umfangreiches Stelldichein, das auf dem europäischen Kontinent leider nicht veröffentlicht wurde. Schon damals wusste die Band, wie Überschall-Punkrock der Marke Satanic Surfers mit der technisch versierten bis verspielten Version von A Wilhelm Scream zu kombinieren waren, die dünne Produktion entpuppte sich allerdings als wenig vorteilhaft. Fünf Jahr später wurde wirklich alles besser: Produzent Jef Fortin verlieh den zwölf frischen Songs einen gewaltigen Feinschliff, darüber hinaus lässt das Songwriting wirklich keine Wünsche offen. Mute jonglieren gekonnt mit Gitarrensoli, geradlinigen Passagen, mehrstimmigen Gesangseinlagen – Schlagzeuger Etienne Dionne und Bassist Jean-Philipe Lamonde teilen sich dabei die Leadvocals – und aggressiven Momenten. Über allem thront eine unglaubliche Dynamik, die zu keinem Zeitpunkt nachlässt, so dass es kaum auffällt, dass einige der Nummern an der Fünf-Minuten-Grenze kratzen.

Rund 40 Minuten währt das Vergnügen insgesamt, und es sollte niemanden verwundern, wenn Kracher wie „Burning Wreck“, „Apocalypse Soon“, „Fading Out“, „Atrophied“ oder „Communication Breakdown“ ihre Hörer dazu motivieren, sogleich einen nächsten Durchgang zu starten. Euphorie ist eine feine Sache, wenn sie gerechtfertigt ist. Und „The Raven“ ist ohne Zweifel und vollkommen zu recht grandios!

01.09.2009