Tonträger

Tracklist

1. Carry On The Flag
2. We Are All We Have
3. Hearts Bleed Black
4. Rise And Fall
5. Apocalypse Today
6. War Is Business
7. In The Tombs
8. Stand Against Them All
9. Depression - Unemployment Lines
10. Looking Thru Bloodshot Eyes
11. Lonely On The Streets - Jersey City
12. Life Clone
13. Clockwork
14. Rockers Reggae (Working Man's Dub)

THE CASUALITIES

We Are All We Have

VÖ: 28.08.2009
Label: Sideonedummy Records
Web: http://www.myspace.com/thecasualties

Und da meint man, Punks seien faul: The Casualties mit einem Schweizer Uhrwerk zu vergleichen, wäre zwar übertrieben, aber ein Blick auf die musikalische Vita des Vierers aus New York lässt erkennen, dass Trägheit nicht zu den Charakterzügen der Band gehört. Sechs Alben, einige EPs und eine DVD-Dokumentation haben Stachelkopf Jorge Herrera und seine Mannen bislang unter das Volk gebracht, mit „We Are All We Have“ folgt nun Album Nummer sieben.

Auch wenn Schlagzeuger Marc „Meggers“ Egger betont, dass dieser Langspieler das bislang abwechslungsreichste Werk der Casualties sei, regiert im Laufe der 41 Minuten nach wie vor der rasante Streetpunk mit Rotzfaktor zehn. Ein ausgezeichneter Beleg für die Professionalität der Band ist die Wahl des Tonmeisters: Die Punkrocker von heute nehmen ihre Songs nicht mehr in einem kunterbunten Kellerstudio eines alten Kumpels auf, sie gehen zur Musik- und Produzentenlegende Bill Stevenson (Descendents, ALL), dessen Fingerspitzengefühl wirklich jedem Liedgut einen optimalen Sound verleiht.

Wie bereits erwähnt, bleiben The Casualties auch auf „We Are All We Have“ ihrer angestammten Linie treu. Schnörkellose Uptempo-Nummern mit fauchendem Gesang und massig Mitsing-Momenten – exemplarisch sei hier der Titelsong genannt – bilden das Fundament dieser Veröffentlichung. Darüber hinaus machen schüchterne Ska-Elemente („In The Tombs“) die Runde, während es zum Abschluss noch eine ausgiebige Dub-Rutsche gibt, denn das über acht Minuten lange „Rockers Reggae“ kommt komplett ohne Punkrock aus und sorgt so für einen chilligen Abgesang eines guten Albums, das erneut der Tatsache Nährboden verleiht, dass die Casualties keine einmaligen Meilensteine setzen, sondern konstant gute Songs abliefern. Und so etwas gelingt nicht ohne eine gehörige Portion Fleiß…

09.08.2009 Jack