Tonträger

Tracklist

1. Shut-the-F**k-Uppercut 
2. Save Our Selves (The Warning) 
3. Top of the World 
4. Fire 
5. Children of the Night 
6. Said and Done 
7. Silent (When We Speak) 
8. I Love Myself and I Wanna Live 
9. This Is Why We Can't Have Nice Things 
10. We're Going to Hell...So Bring the Sunblock 

THE BLACKOUT

The Best In Town

VÖ: 22.05.2009
Label: Epitaph Records
Web: http://www.myspace.com/theblackout

Üblicher Weise verfalle ich in den letzten Jahren beim Entdecken des Epitaph-Logos auf dem Backcover eines Albums stets in nostalgische Sehnsüchte. „Früher war alles besser“, zitiere ich in Bezug auf den stilistischen Wandel in den Reihen des Indie-Riesen aus Kalifornien gerne die alten Semester unserer Gesellschaft. Früher gab es NOFX, Pennywise, The Offspring und Rancid, heute sind unter anderem Parkway Drive, You me At Six, I Am Ghost und The Blackout in die Fußstapfen der alten Recken getreten. Mit der neuen Vielfalt geht jedoch auch eine gewisse Unberechenbarkeit einher – sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht.

Mit The Blackout haben die Macher im Hause Epitaph sechs junge Südwalliser unter ihre Fittiche genommen, und deren zweiter Langspieler beweist, dass das Gespür der Scouts keineswegs in die Jahre gekommen ist oder unter Geschmacksverirrungen leidet. Die Briten schließen mit ihren zehn Songs die Lücke zwischen dynamischem Poppunk und wütendem Post-Hardcore. Oftmals schwer melodisch und niemals zu komplex arbeiten sich The Blackout durch die 34 Minuten Spieldauer, die selten einen Durchhänger erklingen lassen. Balladeske Schwächephasen („Silent When We Speak“) werden von zahlreichen schicken Midtempo-Nummern wie „Children Of The Night“, „This Is Why We Can’t Have Nice Things“ oder „The Fire“ ausgebügelt. Die Gesänge von Sean Smith und Gavin Butler interagieren dabei hervorragend und ermöglichen der Band ein breites stimmliches Spektrum von Wut über Melancholie bis hin zu gepaarter Harmonie.

Selbstredend lassen sich gelegentlich Parallelen zu artverwandten Künstlern wie New Found Glory ziehen, dennoch halten The Blackout es wesentlich dynamischer, was ihnen von meiner Warte aus deutliche Sympathiepunkte bringt. Zwar füllen die Walliser die Fußstapfen ihrer namhaften Vorgänger nicht komplett aus, aber wenn sie der mit „The Best In Town“ eingeschlagenen Linie die Treue schwören, werden sie in ihnen auf keinen Fall versinken.

27.07.2009 Jack