Tonträger

Tracklist

1. Fort Orange
2. Thomas Philbrick
3. Decapitate
4. Armpit
5. Routine
6. Macho Bullshit
7. Poor Excuse
8. It's Her Choice 
9. Bummer
10. Escape
11. Not Today
12. Patroon Island
13. 1994 

AFTER THE FALL

Fort Orange

VÖ: 28.05.2009
Label: Ass-Card Records
Web: http://www.myspace.com/afterthefall518

After The Fall sind gut, sehr gut sogar. Und in ihnen steckt nicht nur ein gewaltiges Potential, wie das nach der ersten niederländischen Kolonie in Nordamerika benannte Album zu bekräftigen weiß, sie scheinen bereits frühzeitig ihren richtigen Weg gefunden zu haben. Zumindest spricht „Fort Orange“ eine deutliche Sprache, während das Reden um den heißen Brei anderen Bands überlassen wird. After The Fall setzen an den wichtigen Stellen die richtigen Akzente: Es bedarf dreier eingespielter Musiker, die sich mit dem Blasting Room eines der besten Studios für die Aufnahme ihrer Ergüsse aussuchen. Und natürlich müssen die Songs auf den Punkt stimmen, was angesichts einer Spielzeit von 24 Minuten bei insgesamt 13 Songs entweder komplett in die Hose gehen oder sich zu einer Punktlandung entwickeln kann.

Letzteres ist gelungen, was eindeutig an der Kompromisslosigkeit des Trios aus Albany liegt. Ohne langatmige Vorspiele starten After The Fall in ihre Nummern und peitschen dabei ihren Zuhörern einen melodischen Hardcore-Kracher nach dem anderen um die Trommelfelle. Auch wenn der Spielraum stark begrenzt ist, achten Gitarrist und Sänger Mike Moak, Bassist Yasir Khan und Schlagzeuger Chris Millington auf Abwechslung – selbstverständlich im Rahmen ihrer stilistischen Möglichkeiten. So stehen kurzen Genickbrechern wie „Thomas Philbrick“ oder „It’s Her Choice“ ausgedehnte, gedrosselte Passagen („Decapitate“) gegenüber, gleichzeitig steht eine ausgezeichnete Symbiose von Eingängigkeit und Widerspenstigkeit auf dem Programm, wie man sie beispielsweise bei Bands wie Propagandhi oder Comeback Kid zuhauf erlebt. Darüber hinaus kommen Fans von Strike Anywhere und Rise Against zu Zeiten von „The Unraveling“ hundertprozentig auf ihre Kosten. Bei derartigem Vergleichen erscheint ein Bogen um „Fort Orange“ wie ein Endlosmarsch. Dieses Album ist ein echter Killer!

19.07.2009 Jack