Tonträger

Tracklist

1. The remedy
2. A little faster
3. Wish you away
4. Backbone
5. Deathbed
6. Just in time
7. Stories
8. I can't decide
9. Sore winner
10. Burn the night away
11. The world calling

THERE FOR TOMORROW

A Little Faster

VÖ: 26.06.2009
Label: Hopeless Records
Web: http://www.myspace.com/therefortomorrow

Das kalifornische Label Hopeless Records setzt auch im Falle von There For Tomorrow auf Konstanz: Der wilde Punkrock bleibt eine Randerscheinung, dafür stehen emotionale Poppunk-Töne absolut im Vordergrund. Dass es sich im Falle des Vierers aus Orlando nicht um eine brachial bolzende Truppe handelt, bestätigt alleine das äußere Erscheinungsbild. Hier sind es insbesondere die Frisuren, die ins Auge stechen, denn regiert der strubbelige Seitenscheitel – mit dem Hammer auf diagonalem Wege über die Stirn gezogen. DAS sind Emo-Haarschnitte, es lebe das Klischee!

Eine Bestätigung für den Zusammenhang von Dresscode und dargebotener Musik leifert „A Little Faster“ in elffacher Ausführung, denn There For Tomorrow gehen ganz im Stile von Jimmy Eat World und Panic! At The Disco zur Sache. Oh, selbstverständlich dürfen Fall Out Boy nicht ungenannt bleiben, deren Einfluss insbesondere bei „Backbone“ zu hören ist. Eine richtige Eigenständigkeit lässt sich während der rund 40 Minuten ebenso wenig ausmachen wie eine amtliche Portion Feuer im Allerwertesten. Das gesamte Liedgut erscheint brav und akkurat wie der Krawattenknoten von Frontmann Maika Maile, und sollte doch einmal ein wenig Druck erzeugt werden – „Sore Winner“ macht grundsätzlich schon Lust auf mehr von der Sorte – dann packt das Quartett gekonnt zwei Balladen darum („I Can’t Decide“, „Burn The Night Away“), und schon ist die gute Laune wieder passé.  Was macht man nun mit einer heranwachsenden Formation, die ein derart glatt poliertes Emo-Album aufzuweisen hat? Da es sich im Falle von „A Little Faster“ erst um das zweite Studioalbum handelt, ziehen wir der 2003 gegründeten Band noch keinen neuen Scheitel, weisen aber inständig darauf hin, dass diese Form der Musik, auch wenn sie zur Teilnahme an der fast legendären Vans Wapred Tour geführt hat, nicht sonderlich viel Spaß bereitet.

12.07.2009 Jack