Tonträger

Tracklist

CD 1
01.Black heart inertia
02.Drive
03.Megalomaniac
04.Anna Molly
05.Love hurts
06.Wish you were here
07.Warning
08.Stellar
09.Talk shows on mute
10.Pardon me
11.Dig
12.Oil and water
13.Are you in?
14.Nice to know you
15.Midnight swim

CD 2
01.Neither of us can see
02.Look alive
03.While all the vultures feed
04.Pantomime
05.Anything
06.Punch drunk
07.Admiration
08.Martini
09.A certain shade of green (Acoustic)
10.Melodies and monuments
11.Let's go crazy (11)

INCUBUS

Monuments And Melodies

VÖ: 12,06.2009
Label: Epic
Web: http://www.incubus.com/

Incubus sind zurück! Naja, sagen wir so halb. Nach knapp drei Jahren Wartezeit gibt es mal wieder neues von den Kaliforniern um Brandon Boyd zu berichten. Obwohl „Neu“ eigentlich auch nicht das richtige Wort ist, denn mit „Monuments and Melodies“ präsentieren uns Incubus hier eher eine Mischung aus Greatest Hits und B-Seiten Album. Lediglich zwei neue Singles sind auf den zwei CDs zu finden und doch wissen beide neuen Werke vollends zu überzeugen.

„Black Heart Inertia“ kommt gleich als Opener daher und zeigt, was Incubus eigentlich ausmacht. Dieser Song ist Coolness pur. Die Mischung aus anachronistischen Rock’n’Roll Elementen und einer unglaublichen Liebe zum Detail schafft eine Lockerheit, die die Frage erlauben muss, ob sich Incubus überhaupt anstrengen müssen, um solche großartigen Songs zu schreiben. „Midnight Swim“ geht hingehen mehr nach vorn und schlägt in die gleiche Kerbe wie bereits bekannte Songs „ Megolomaniac“ oder „Nice to know you“. Natürlich sind diese Klassiker ebenso auf CD 1 zu finden, wie das schnulzige „Love Hurts“, das der wohl mir einzig bekannte richtige Fehltritt der Band ist und hoffentlich auch bleibt.

Trotzallem kann ich einen kleinen faden Beigeschmack nicht leugnen. Greatest Hits Alben haben zwar die Eigenschaft, das Beste und Bekannteste des Künstlers auf einer Platte zu vereinen und so dem geneigten Fan einen Querschnitt durch die musikalische Schaffenszeit zu bieten, jedoch schwingt immer das Damoklesschwert des gemeinen Wortes „Geldmacherei“ über solchen Alben. Klar bietet die zweite CD von „Monuments and Melodies“ einen interessanten Einblick in die weitere Arbeit der Band, jedoch wird das den konventionellen Musikliebhaber nicht mehr überzeugen eben diese Platte zu kaufen. Incubus Interpretation von Prince’s „Let’s go crazy“ ist originell und gewiss auch irgendwie komisch, aber rechtfertigt dies wirklich ein Doppel-Album?

Nach dem Hören von „Punch Drunk“ muss ich leider sagen, nein. Hier weiß man wohl, warum es diese Songs nicht auf die Longplayer geschafft haben. Eingefleischte Fans werden sicher nach „Monuments and Melodies“ gieren und mir den Teufel an den Hals wünschen, wenn ich leider Gottes sagen muss: Kann man kaufen, muss man aber nicht.

13.06.2009 Martin