Tonträger

Tracklist

1. Quixote's Last Ride
2. Don't Forget to Breathe
3. Lullaby
4. I Feel Fine 
5. Walk Away 
6. Ebbing of the Tide
7. Liar (and the Award Goes To...)
8. These Alterations 
9. Just Pretending 
10. May I Have This Dance? 
11. Sort of Homecoming
12. Dial 9-1... and Wait 

THE CASTING OUT

Go Crazy! Throw Fireworks

VÖ: 29.05.2009
Label: Revolver
Web: http://thecastingoutband.com/

Montag ist generell ein Tag, der mit Motivationsproblemen beginnt und auch selten Potential hinsichtlich überschwänglicher Freunde in sich birgt. Wäre es da nicht einfach wunderschön der Aufforderung von Nathan Gray und dem Rest von The Casting Out Folge zu leisten? Den so innig geliebten Chef mit polnischen hochleistungs Kanonenschlägen zum Wochenanfang zu begrüßen oder der ach so kreativen und hippen Marketingabteilung mit dem 100er Pack Leuchtspurmunition den Tag noch bunter zu gestalten als eh schon ist.

Es klingt zu schön, um wahr zu sein. Ähnlich ergeht es „Go Crazy! Throw Fireworks“. Für viele Musikliebhaber verschwand mit Boysetsfire nicht nur einfach eine hervorragende Band, sondern vielmehr einer der besten Sänger dieses Genre. Daher war die Freund umso größer als Nathan  Gray mit einer Band namens „Gimme Shelter“ zurückkam, die sich später in The Casting Out umbenannte, weil die Anzahl der Rolling Stones – Coverbands mit dem Namen „Gimme Shelter“ immens hoch war und somit eine eindeutige Identifizierung ausgeschlossen war. Allerdings ist mit so einer Rückkehr immer eine gewisse Erwartungshaltung verbunden, die der oder diejenige gerecht werden muss.

Nach dem endgültigen Ende von Boysetsfire brachte man ein selbstbetiteltes Album auf den Markt. Ein Jahr später, im Herbst 2008, erblickte „Go Crazy! Throw Fireworks“ das Licht der Welt. Aufgrund eines fehlenden Vertriebs entschloss man sich dazu das Album über die Homepage und bei den Konzerten an den Fan zu bringen. Wie auch schon der erste Tonträger startet „Go Crazy! Throw Fireworks“ mit „Quixotes Last Ride“. Ein Song der Hoffnung schürt. Dies aber leider zu Unrecht, da wir hier Zeugen einer One Man Show werden, da der restliche Hofstaat dem Frontmann nicht das Wasser reichen kann und scheinbar auch nicht gewillt ist eigene Ideen an den Start zu bringen.

Schmerzlich muss man sich eingestehen, dass die Hoffnung, die der Name Nathan Gray, aber auch die Pressearbeit im Vorwege, mit sich gebracht hat, leider nur ein mittelprächtiges Luftschloss war. Die Songs sind weder besonders schlecht noch besonders gut. Allerdings müssen sie sich gefallen lassen, dass man sie mit „gewöhnlich“ anredet. Gewöhnlicher Poppunk, der allein von Nathans Stimme lebt. Um hier nicht den Teufel an die Wand zu malen, haben The Casting Out mit „Quixotes Last Ride“, „Don´t Forget To Breathe“ und „The Ebbing Of The Tide“ noch drei schicke Werke am Start, die Hoffnung auf mehr machen. Nämlich auf einen Nachfolger, der nicht allein auf den Schultern eines großen Frontmannes lasten, sondern für das auch die anderen Mitglieder die Ärmel hochkrempeln und aus den Knick kommen.


08.06.2009 Tim