Tonträger

Tracklist

1. Hey Man Nice Shot
2. Welcome To The Fold
3. Jurrassitol
4. [Can't You Trip] Like I Do
5. Take A Picture
6. Soldiers Of Misfortune 
7. Where Do We Go From Here
8. Dose 
9. I'm Not The Only One
10. Skinny 
11. One 
12. The Best Things 
13. The Only Way [Is The Wrong Way] 
14. Thanks Bro 

FILTER

The Very Best Things

VÖ: 03.04.2009
Label: Rhina Records
Web: http://www.officialfilter.com/

Richard Patrick, seines Zeichens ehemaliger Gitarrist von Nine Inch Nails und Frontmann von Filter, findet, dass es an der Zeit ist ein der Öffentlichkeit eine Zusammenstellung seiner besten Songs der letzten Jahre zu präsentieren. Immerhin kann er aus ganzen vier Alben schöpfen, die Filter im Laufe von knapp 14 Jahren auf den Markt gebracht haben. D.h. der Pool, aus dem Herr Patrick Songs ziehen kann, ist nicht unermesslich groß, zumal die letzten Alben „Anthems for the Damned“ wie auch „The Amalgamut“ nicht gerade ein Quell von Rockperlen waren. Darüber hinaus präsentierte sich Filter in der Vergangenheit stets als eine Band, die mit einigen wenigen Songs große Erfolge gefeiert hat, aber die restlichen Song auf den Alben eher den Namen Beifang verdienten.

Auf der Zusammenstellung finden sich viele Songs und Versionen, die so auf den Alben nicht enthalten sind. In dieser ersten Retrospektive bekommt man also 14 Mal das, was Filter seit 1995 ausmacht. Dabei ist das zweite Album „Title Of Record“ am stärksten vertreten. Vom Debüt „Short Bus“ (1995) finden sich die MTV-Hitsingle „Hey Man, Nice Shot“ und „Dose“, von „Title Of Record“ (1998) die Songs „I’m Not The Only One“, „Skinny“ und “The Best Things”. Dazu gibt es noch die beiden Singles “Take A Picture” und “Welcome To The Fold” jeweils im Single-Edit. Das dritte Album “The Amalgamut” ist mit den Songs “The Only Way Is the Wrong Way” und “Where Do We Go From Here” auch im Single Edit zu hören. Das vierte Album “Anthems For The Damned” aus dem letzten Jahr ist nur mit “Soldiers Of Misfortune” vertreten.

Dass Filter eine Band ist, die hervorragende Songs schreiben kann, aber selten mit einem ganzen Album überzeugt hat, lässt sich daran ablesen, dass die erfolgreichsten Songs nie auf den Alben vertreten waren. „One“ bspw. gab es auf dem Soundtrack zum X-Files-Soundtrack. „Thanks Bro“ fand sich dann auf dem am X-Files-Soundtrack angelehnten Sampler „Songs In The Key Of X“ und „Jurassitol“ gab es auf dem Soundtrack zu „The Crow – City Of Angels“. Die Kooperation mit Crystal Method im Song „Can’t You Trip Like I Do“ findet sich auf dem Spawn – Soundtrack von 1997 wieder.

Insgesamt ist also „The Very Best Things (1995-2008)“ nicht mehr und nicht weniger als es eben ist: die besten Songs von Filter aus den letzten 13 Jahren. Im Gegensatz zu vielen anderen Bands haben Filter verstanden, dass ihre großen Songs nicht von den letzten beiden Alben stammten, die in der Musikpresse kaum Beachtung fanden. „The Very Best Things (1995-2008)“ trägt somit seinen Namen zur Recht und vermittelt so einen objektiven Eindruck.

13.04.2009 Tim