Tonträger

Tracklist

1. This Plan
2. Last Chance 
3. Emigration Song 
4. Here Comes The Summer
5. Rule The World 
6. The Long Way 
7. We'll Dance 
8. Only One I Had 
9. The Song That You Sing
10. Bygone 
11. Heart Without A Home

MOKE

Shorland

VÖ: 30.01.2009
Label: Island Records
Web: http://www.mokemusic.com/

Ein nicht mehr ganz taufrischer alter Held entdeckt eine ebenfalls nicht taufrische Newcomer Band. Der alte Held ist hier Paul Weller, und der hat die Band Moke entdeckt. Die Herren dieser Band sind alle Mitte dreißig, und das ist für Debütanten doch schon ein fast biblisches Alter. Das ist sicherlich auch der Grund, warum sie ihre Liebe zu 80er-Jahre-Gitarrensound hier ausleben und nicht zwingend wild und ungestüm ihre Song hinrotzen.

Nein, sie bewahren Anmut und schreiben mit einer Lässigkeit kleine Hymnen, die allerdings beim ersten und zweiten Durchlauf einen nicht erreichen. Aber irgendwann breiten sich die klaren Songs im Gehör aus, und dann macht sich auch noch ein gewisser Tiefgang bemerkbar. Dann schätzt man die gut ausgearbeiteten Riffs, dichten Sounds und den leicht rauen Gesang bei Songs wie dem Opener "This Plan". Da merkt man auch die musikalische Nähe zu Echo & The Bunnymen, und bei "Last Chance" dann noch vermehrt die Zuneigung zu den jungen U2. Auch "We´ll Dance" erinnert an die irischen Superstars, und so haben auch Moke ihr persönlisches "Sunday Bloody Sunday".

Allerdings ist kein Partysong daraus geworden, aber textlich geht es auch um den Nordirland-Konflikt, hier heißt der Song "Here Comes The Summer" und ist ein PostPunk-orientierter Song. Allerdings ist "Shorland" kein politisches Album geworden, denn meist geht es um Zwischenmenschliches, was einen auch nicht im geringsten stört, denn es sind viele kleine Ohrwürmer dabei, und ebenso beherrschen sie das Wechselspiel zwischen straighten Gitarrenakkorden und kitschfreien Balladen.  

11.03.2009 Hauke