Tonträger

Tracklist

1. Intro/That’s All Right Mama 
2. Viva Las Vegas 
3. In The Ghetto 
4. Don’t Cry Daddy 
5. Suspicious Minds 
6. Burning Love 
7. Blue Suede Shoes 
8. Devil In Disguise 
9. A Little Less Conversation 
10. Little Sister 
11. Wonder Of You 
12. Love Me Tender 
13. My Way/Outro

G.G. ELVIS AND THE TCP BAND

Back From The Dead

VÖ: 22.09.2008
Label: Mental Records
Web:  http://www.ggelvis.com/

New Found Glory haben es gemacht, MXPX ebenfalls, und Me First And The Gimme Gimmes machen es ständig: Die Rede ist von der Umgestaltung alter Klassiker und Evergreens zu Punkrocknummern. Dennoch verfügt nicht jede Coverversion automatisch über ein identisches Hitpotential, vielmehr bedarf es eines geschickten Händchens, um die Nachspielereien wirklich hörenswert zu gestalten. Fünf alte Recken nebst einer Dame, die sich bereits in Formationen wie NOFX, Aggression, Bad Samaritans und Ill Repute wiederfanden, zäumen nun das Pferd ein wenig anders auf, indem sie sich nicht auf ein gesamtes Genre, eine Epoche oder zusammenhanglos kompilierte Hits stürzen, sondern sich ausschließlich auf Songs des „Kings“ beschränken.

Unter dem Decknamen „G.G. Elvis and the TCP Band“ vergreifen sie sich an insgesamt 13 Elvis Presley-Nummern und machen ihnen kräftig Feuer unter dem Allerwertesten. In durchschnittlich zwei Minuten Spielzeit werden Dauerbrenner wie „Viva Las Vegas“, „In The Ghetto“, „Suspicious Minds“ und „Love Me Tender“ komprimiert, zum einen den Verzicht auf Experimente mit sich zieht und zum anderen den außergewöhnlich kurzen Studioaufenthalt von nur zwei Tagen erklärt. Frontmann G.G. Elvis und seine Kollegen klingen dementsprechend rau und unpoliert, was der guten Laune jedoch keinen Abbruch tut. Während Me First And The Gimme Gimmes trotz ihrer selbst auferlegten Unprofessionalität stets makellos produzierte Alben auf den Markt bringen, wirkt „Back From The Dead“ wie das erfreuliche Ergebnis einer intensiven Bierlaune. Der Presley-Song „That’s All Right Mama“ soll gecovert werden, aber die Ramones waren ebenfalls erstklassige Künstler. Kein Problem, wird die Nummer eben mit „Blitzkrieg Bop“-Auszügen angereichert. Dass während der Schaffensphase auch der Name Black Flag durch die Köpfe der Bandmitglieder schwirrte, ist außerdem nicht zu überhören.

Bei dieser Veröffentlichung steht eindeutig der Spaß im Vordergrund, eine hundertprozentige Authentizität bleibt indes auf der Strecke. Eine solche ist auch nicht von Nöten, was übrigens auch für einen Nachfolger von „Back From The Dead“ gilt. Die Idee ist eine feine, die Umsetzung ist gelungen, und damit sei Herrn Presley seine letzte Ruhe gewährt.

12.10.2008 Jack