Tonträger

Tracklist

1.I Get By (With A Little Time For Myself)
2.Tomorrow Is A Lifetime Away
3.Amnesia Industry
4.I’m The Only Real Friend You’ll Never Have
5.Still Buried
6.Something More
7.Dissolve
8.So Long Macauly Culkin

STAR FUCKING HIPSTERS

Until We´re Dead

VÖ: 26.09.2008
Label: DIY
Web: http://www.myspace.com/starsburnstripes

Dänemark ist zweifelsohne ein feines Land, das uns mit köstlichen Hot-Dogs, schmackhaften Bieren und komfortabel ausgestatteten Ferienhäusern lockt, in musikalischer Hinsicht jedoch jeden Menschen mit einem gewissen Anspruchsdenken erst auf den zweiten oder dritten Blick beziehungsweise nach eingehender Recherche zufrieden stellen kann. Es gibt Aqua und das Safri Duo – soviel zu den Schattenseiten –, wesentlich heiterer hingegen wird es bei Namen wie The Movement, Hatesphere, Nekromantix oder HorrorPops. In den Katalog der rockenden Bands tragen sich nun auch Stars Burn Stripes ein, die äußerst wenig von modernen, charttauglichen Klängen halten, sondern sich mit Leib und Seele dem Skatepunk der Neunziger verschrieben haben.

Sobald sich diese EP in Bewegung gesetzt hat, betritt man eine Zeitmaschine, die einen auf direktem Wege zu dem Punkt zurückbefördert, an dem No Fun At All ihr Debüt namens „Vision“ veröffentlichten. Die Produktion erscheint ungehobelt bis verbesserungswürdig, trotzdem offenbart das Dänen-Quartett ein intaktes Gespür für die Dinge, auf die es in diesem Genre ankommt. Das Tempo wird bis auf wenige Ausnahmen („Tomorrow Is A Lifetime Away“) hoch gehalten, bodenständige Melodien finden in den 18 Minuten ebenso Platz wie klassische Hardcore-Elemente. Zwei Sänger ermöglichen der Band ein Wechselspiel zwischen harmonischem und aggressivem Gesang, der generell in der Schnittmenge von alten AFI und wütenden Refused anzusiedeln ist. Kurzum: Der Grundgedanke stimmt vollkommen, nun gilt es noch, den notwendigen Feinschliff vorzunehmen und vor allen Dingen eigene Duftmarken in Form von Dauerbrennern zu setzen. Diese vermisse ich zumeist auf „We’ll Be Right Back“, doch welcher skandinavischen Punkrock-Band ist es schon gelungen, auf ihrer Debüt-EP überwiegend Hits unterzubringen, die in letzter Zeit noch regelmäßig auf Konzerten gespielt werden? Der hoffentlich folgende Langspieler wird es zeigen…

29.09.2008 Jack