Tonträger

Tracklist

1. Introduccion a los Hipsters 
2. Until we're dead 
3. Immigrants & Hypocrites 
4. Two cups of tea 
5. Empty lives 
6. Snitch to the Suture 
7. Only sleep 
8. 9/11 Was (An inside joke) 
9. The path is paved 
10. Zombie Christ 
11. This Wal-Mart life 
12. Broken 
13. Death or fight 

STAR FUCKING HIPSTERS

Until We´re Dead

VÖ: 26.09.2008
Label: Fat Wreck Chords
Web: http://www.myspace.com/starfuckinghipsters

Die Star Fucking Hipsters veröffentlichen ihr Erstlingswerk auf Fat Wreck Chords. „Wie gemein“, mögen an dieser Steller mit Sicherheit zahlreiche Nachwuchscombos denken, die sich vehement ein Engagement bei einem der weltweit renommiertesten Punkrock-Labels herbeisehnen. Was zum Teufel muss eine Band Plattenboss Fat Mike bieten, um die dicke Schallplatte auf der Rückseite eines Albums offiziell abbilden zu können? Die Antwort ist denkbar einfach: Man muss sich in der entsprechenden Musikwelt einen Namen gemacht haben.

Hinter den Star Fucking Hipsters stecken nämlich keineswegs irgendwelche Grünschnäbel, sondern in Punkrock-Kreisen gestandene Musiker, an deren Spitze ein gewisser Sturgeon steht, besser bekannt als Sänger der Anarcho-Hardcore-Punkband Leftöver Crack, die in vergangenen Jahr bereits durch eine Split-CD mit Choking Victim („Deadline“) auf Fat Wreck Chords in Erscheinung traten. Und wenn man schon einmal da ist…

Mit „Until We’re Dead“ schlägt Sturgeon also ein neues Kapitel in seinem musikalischen Lebenslauf auf. Im Vergleich zu älteren Einträgen hat sich jedoch nicht sonderlich viel geändert, wendet das Quintett immer noch eine rotzige Mischung aus Punkrock, Ska und Crust an, die vor Vielseitigkeit strotzt. Während der Titeltrack „Until We’re Dead“ nicht zuletzt aufgrund Sturgs fauchendem Gesang schwer nach den Lawrence Arms anmutet, reduzieren die Star Fucking Hipsters bei Songs wie „Two Cups Of Tea“, „Empty Lives“ oder „Only Sleep“ sowohl Tempo als auch Druck, wobei gerade bei diesen Nummern das gesangliche Zusammenspiel von Sturgeon und Co-Frontfrau Nico De Gaillo eine richtig gute Figur macht. Ansonsten gibt es Vollgas („Immigrants & Hypocrites“, „This Wal-Mart Life“, „9/11 Was (An Inside Joke)“), Ska-Punk („Snitch To The Suture“, „Zombie Christ“) und als krönenden Abschluss einen über sieben Minuten langen Verwandlungskünstler, der lange nach einem entspannten Abschluss der insgesamt 13 Songs klingt, gegen Ende dann aber noch einmal alles und jeden wachrüttelt.

Dieses Album ist gut, jedoch fehlen mir persönlich die Momente, in denen mir vor Freude das Herz aufgeht. Ein solches zeigte allerdings besagter Fat Mike, als er per Kautionszahlung das Sängerpaar der Star Fucking Hipsters aus dem New Yorker Gefängnis holte, damit die Band in seinem Studio in San Francisco dieses Album einspielen konnten. Ihm muss in der Tat eine Menge an dieser Gruppe liegen, was sicher nicht das schlechteste Attribut ist.

29.09.2008 Jack