Tonträger

Tracklist

1. Don't drink the viper 
2. Tribute to Robby's liver 
3. Crime 
4. Time 
5. Sin and Tonic 
6. Scheisse Minnelli Pt II 
7. The shit house 
8. Idiocracy 
9. Skate A Holic 
10. When Skateboarding was crime 
11. Run from the cops 
12. Their plan 
13. The joke 
14. No respect 
15. Trash circle pit 
16. Why 

SCHEISSE MINNELLI

Crime Has Come

VÖ: 19.09.2008
Label:
Destiny Records
Web: http://www.myspace.com/scheisseminnelli

Was aus stinknormalen Rucksack-Trips nicht so alles entstehen kann... Als Reisender lernt man viele neue Menschen kennen, Freundschaften werden geschlossen, der eine oder andere verliebt sich vielleicht, aber gewöhnlicher Weise wird das Abenteuer in der Ferne als touristische Erfahrung verbucht. Dass dabei jedoch eine Band herausspringt, ist wohl eher kaum der Fall. Ausnahmen bestätigen die Regel: Zwei junge Herren aus dem sonnigen Kalifornien erkundeten den Nahen Osten und Europa, schließlich blieben sie – freiwillig – in Süddeutschland hängen. Da sich eine große Begeisterung für den klassischen California-Hardcore in Gepäck befand, sollte diese auf dem neuen Terrain auch in die Tat umgesetzt werden. Geboren waren Scheisse Minelli.

Wenn es Termini gibt, die diese Band am besten umschreiben, dann lauten diese ohne Zweifel „schnell“ und „unkompliziert“. Unter der Obhut von Archi Alert (Terrorgruppe/Inferno) wurden binnen 20 Stunden fulminante 16 Songs in den Kasten geprügelt, auf technische Spielereien verzichteten die Beteiligten bewusst. Herausgekommen sind 16 Songs, die gerade einmal 29 Minuten auf die Uhr bringen, was vollkommen den Charakterzügen des Quartetts entspricht. Scheisse Minelli lassen nicht sanft die Kupplung kommen, sondern treten das Gaspedal bis auf die Teerdecke hinunter. In einem irren Tempo rauschen Songs wie „Don’t Drink The Viper“, „Tribute To Robby’s Liver“, „Idiocracy“ oder „Scheisse Minelli Pt. II“ durch die alte Schule des Skatecores. Nicht minder unmissverständlich geht es in den Texten thematisch zu Werke: Man hält wenig von den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, dafür nimmt das Fahren eines Skateboards eine zentrale Rolle im Leben an, wobei die altbekannte Floskel „Skate Or Die“ natürlich nicht unerwähnt bleibt.

Wem der Name Jughead’s Revenge ein Begriff ist, der sollte sich jene Musik in vervielfachter Geschwindigkeit vorstellen, und schon landet man bei Scheisse Minelli. „The Crime Has Come“ ist klassisch, zeitlos und vor allen Dingen randvoll mit ungezügelter Energie. Dieses Album ist ein weit ausgestreckter Mittelfinger an alle aufgebügelten Hochglanz-Bands, die sich nur zu gerne in Verbindung mit Roll- und Gleitsportarten bringen und affektiert zum Circle-Pit auffordern.

24.09.2008 Jack