Tonträger

Tracklist

1. Morse code for dummies
2. Hell yeah
3. Ignite
4. Mental health
5. The Juggernauts
6. Hmp
7. Death by disco
8. Be careful what you wish for
9. Drugs
10. Just the tip
11. Brixton
12. Hit the ground
13. Two wrongs don't make a right but, three rights make a left
14. All for none and none for all
15. Sorry but your friends are hot
16. Junkie and the halo

ZEBRAHEAD

Phoenix

VÖ: 01.08.2008
Label: Steamhammer
Web: http://www.zebrahead.com

Dass Zebrahead eine in der Tat großartige Band ist, haben die fünf Herren aus Orange County nicht zuletzt mit ihrem letzten Album „Broadcast To The World“ voll und ganz unter Beweis gestellt. Crossover-Strophen gaben sich mit höchst eingängigen Refrains die Klinke in die Hand – man musste quasi auf Songs wie „Anthem“ oder „Postcards From Hell“ ordentlich abfahren. Das wurde auch ausgiebig praktiziert, und nun legen Zebrahead mit „Phoenix“ ein frisches Album vor, das eindeutig auf den Spuren seines Vorgängers wandelt.

Kaum wird diese ersehnte Schillerscheibe im Abspielgerät aktiviert, schmettert einem der kalifornische Fünfer schon den ausnahmslos grandiosen Uptempo-Eröffner „HMP“ entgegen. Ali Tabatabaees Sprechgesang schneidet sich durch den instrumentalen Rahmen wie ein Messer durch die köstliche Torte, ehe Co-Frontmann Matty Lewis in den melodiösen Refrain die Schlagsahne kredenzt – so kennen wir es, und so lieben wir es. Und das Hörvergnügen geht mit Ohrwürmern wie „Hell Yeah“, „Just The Tip“ und der großartigen Singleauskopplung „Mental Health“ weiter, so dass man „Phoenix“ wirklich schnell lieb gewinnt, ohne sich anstrengen zu müssen.

An dieser Stelle keimt die Frage auf, ob Zebrahead es wirklich schaffen, über die kompletten 16 Songs beziehungsweise 55 Minuten dieses erstklassige Niveau zu halten, oder ob die doch einigen Durchhängern zum Opfer fallen. Dem ist in der Tat so, denn durchschnittliche Balladen wie „The Juggernauts“, „Hit The Ground“ und „All For None And None For All“ zeigen die Band von ihrer schwächeren Seite, die jedoch angesichts des Restes vernachlässigenswert ist. Das Gros der Songs gefällt auf der Stelle, insbesondere die von Lewis gebotenen Refrains wirken beispielsweise in „Death By Disco“, „Ignite“ und „The Junkie And The Halo“ wie regelrechte Adrenalinstöße und lassen ein gesetztes, regungsloses Zuhören schlichtweg nicht zu.

Auch wenn auf dem vorliegenden Exemplar die Kraftausdrücke mehr oder minder elegant ausgeblendet wurden, garantieren Zebrahead mit diesem Album wieder einen außergewöhnlich hohen Spaßfaktor, den es sich auf jeden Fall zu Gemüte führen gilt.

08.08.2008 Jack