Tonträger

Tracklist

1. This is aggressive melancholy
2. Young desire
3. Miami vicer
4. Sawyer the brother
5. Hugging the phone
6. Dead disco
7. Killer whales
8. Bad boy
9. Not your son
10. Paranoid
11. Funerals and parties

LAPKO

Young Desire

VÖ: 25.04.2008
Label: Fullstream Records
Web:
www.lapko.com

Eigentlich reicht schon die Kenntnis, dass Lapko aus Finnland kommen und dort schon eine richtige Hausnummer sind, um zu wissen, dass wir es hier mit einer Metal- oder zumindest AlternativeRock-Band zu tun haben. Das liegt diesem Land quasi in der Wiege, und nur wenige Ausnahmen werden geduldet. Diese heißen dann Op:l Bastards, 22 Pistepirkko oder M.A. Numminen.

Da aber Lapko keine elektronische oder Indie-Musik oder finnischen Tango machen, haben sie auch Gitarrenmusik mit der Muttermilch aufgesogen. Wobei man gestehen muss, dass Lapkos Musik nicht gerade die Neuerfindung er Musik ist. Beim Titelsong oder bei „Killer Whales“ hat man das Gefühl, sie wollen einen Placebo Ähnlichkeitswettbewerb für sich gewinnen. Dann stellt man fest, dass es einen Song namens „Paranoid“ auf „Young Desire“ gibt und in Verbindung mit Hard Rock Finnland denkt man an ein Black Sabbath Cover und muss feststellen, dass Songs mit irreführenden Namen wie „This Is Agressive Melancholy“ eher Erbgut von klassischen Hardrock in sich haben.

Wobei sie auch manchmal die Gitarren metallisch klingen lassen und der Gesang zum Geschrei umgepolt wird. Aber unterm Strich bewegt sich das finnische Trio im frischen AlternativeRock, der oft an viele andere Bands erinnert und dadurch Gefahr läuft, austauschbar zu werden.

Dennoch sollte man Lapko nicht zu schnell degradieren, denn Songs wie das saftige und hymnische „Funerals And Parties“ sind wirklich gelungen.  Auch „Bad Boy“ könnte wunderbar auf den großen Festival-Bühnen Mengen in Bewegung setzten, aber es gibt wie gesagt auch austauschbare Momente auf „Young Desire“. 

28.05.2008 Hauke