Tonträger

Tracklist

1. Moi Et Mon Camion
2. Call Me
3. Shun
4. Malcolm
5. Silver Moon Ladders
6. Presume Too Much
7. Lucky Adam
8. Cover Me
9. No Bells Left To Chime
10. The First & Last Waltz

MERZ

Moi Et Mon Camion

VÖ: 14.03.2008
Label: Grönland
Web: www.merz.co.uk/news/

Merz alias Conrad Lambert ist schon ein komischer Kauz. 1999 brachte er sein Debüt heraus. Dieses Werk wurde gefeiert, er wurde hofiert und zu solch unterschiedlichen Musikveranstaltungen wie Glastonbury oder Top Of The Clubs eingeladen. Er sagte auch fleißig zu, und nachdem sein Terminkalender wieder leer war, verschwand er.

2006 tauchte er wieder auf, doch diesmal gekommen, um zu bleiben. Allerdings ist ein Erfolg wie der von damals ist noch nicht eingetroffen. Macht auch nichts, denn vermutlich kann Lambert damit auch besser umgehen. Jetzt gibt es ein neues Werk, das auf den Namen „Moi Et Mon Camion“ hört. Mit diesem Werk befreit Merz sich von seinem intimen Regime, denn diesmal gibt es einige Gastsänger. Da darf der alternde Schauspieler Bruno Ellingham eine Zeile singen und auch der Orbital-Musiker Paul Hartnoll steht vor dem Mikro.

Trotz der fremden Stimmen klingt die dritte Platte glücklicherweise nicht wie eine bunte Ansammlung von verschiedenen Künstlern. Vielmehr ist es eine weitere tagträumerische Platte von Merz geworden, bei der alles sanft und schemenhaft komponiert wurde. Dabei wird hier in mehreren Dingen für Gleichgewicht gesorgt: Der Einklang zwischen elektronischen und akustischen Sounderzeugern wird gewahrt, auch gibt es Momente, deren Aufzeichnung mit einfachen Mitteln vorgenommen wurde, und dann gibt es kleine Großtaten, wo mit opulenten Arrangements nicht gegeizt wurde.

Bei Songs wie „Shun (Sad Eyed Days)“ passiert es sogar, dass quietschende Gitarrenriffs sich an verträumtem Gesang reiben. Dennoch klingt „Moi Et Mon Camion“ immer homogen, interessant und in sich stimmig.

29.05.2008 Tim