Tonträger

Tracklist

1. How To Be Dead     
2. Wow     
3. Gleaming Auction
4. Whatever's Left
5. Spitting Games
6. Chocolate
7. Run     
8. Grazed Knees
9. Ways & Means
10. Tiny Little Fractures
11. Somewhere A Clock Is Ticking
12. Same 

SNOW PATROL

Final Straw

VÖ: 16.05.2008
Label: Polydor
Web:
www.snow-patrol.de

Ein wenig abgeschrieben hatte man die Band Snow Patrol sicherlich, denn zum einen verkauften sich ihre beiden Vorgängeralben nicht sonderlich gut. Zusätzlich ging ihr damaliges Label Jeepster (wo auch Belle and Sebastian unter Vertrag waren) pleite. Die Zukunft sah also alles andere als rosig aus. Doch sie fanden einen neuen Plattenvertrag bei einem Majorlabel und schwups, kam auch der Erfolg.

Wie jeder weiß, verkaufte sich ihr letzte Album „Eyes Open“ so hervorragend, dass jetzt das 2004er – Album „Final Straw“ erneut auf den deutschen Markt gebracht wird.  

„Final Straw“ verkaufte sich in ihrer Heimat England so gut, dass sie damit sogar auf Platz Eins der Albumcharts landeten, und sie wurden jetzt dort als die Erneuerer des Brit-Pop gefeiert. Doch wollen wir mal nicht gleich übertreiben, denn von Neuerfindung kann nicht ganz die Rede sein. Auch wenn sie in den zwölf Songs eine gute Mischung aus leisen und flotteren Tönen präsentieren.

Da kommt der Eröffnungssong „How To Be Dead“ anfangs langsam herein geschlurft, um dann allmählich doch noch an Fahrt aufzunehmen. „Wow“ und „Spitting Games“ gehören zur Abteilung Powersongs, und letzterer wird hoffentlich diesen Sommer aus einigen tragbaren Radios im Park klingen. „Cleaming Auction“ erinnert ein wenig an einen Notwist-Song ohne Electro, dafür aber mit stampfendem Beat.

Der Höhepunkt ist sicherlich das ruhige „Run“, das mit Schrammelgitarre, Streichern, und schönen Melodien auskommt, sich dabei auf sechs Minuten ausdehnt, einen sich mit der Welt versöhnen lässt. Dass es ziemlich mittig auf dem Album plaziert ist, lenkt die volle Aufmerksamkeit auf sich. Wenig clever ist hingegen, gleich im Anschluß eine Ballade namens „Grazed Knees“ zu packen, das im Vergleich zum Epos zuvor irgendwie ein wenig belanglos wirkt, auch wenn es gut gemeint ist.

Aber beim weiteren Hören stellt man fest, dass die besseren Songs schon gewesen sind, auch wenn das zarte „Somewhere A Clock Is Ticking“ traumhaft anmutet, Zähne zeigen kann und mit „Tiny Little Fractures“ noch ein flotter Song hinterlegt ist.

Trotzdem kann man hier nicht von der Rundumerneuerung des Brit-Pop sprechen den die erfolgte ein paar Jahre später mit „Open Eyes“, aber Freude bereitet es einem doch.

16.05.2008 Hauke