Tonträger

Tracklist

Disk: 1
1. Pull Me Under
2. Take The Time
3. Lie
4. Peruvian Skies
5. Home
6. Misunderstood
7. The Test That Stumped Them All
8. As I Am
9. Endless Sacrifice
10. The Root Of All Evil
11. Sacrificed Sons

Disk: 2     
1. Another Day (2007 Remix)
2. To Live Forever     
3. Lifting Shadows Off A Dream     
4. The Silent Man
5. Hollow Years
6. Through Her Eyes (Alternate Album Mix)
7. The Spirit Carries On
8. Solitary Shell (Single Edit)
9. I Walk Beside You
10. The Answer Lies Within 

DREAM THEATER

Greatest Hit (.. . and 21 Other Pretty Cool Songs)

VÖ: 28.03.2008
Label: Rhino Records
Web:
http://www.dreamtheater.net/

Oh je, die nächste Best Of – Platte liegt auf dem Tisch und das nach der Pleite von Joy Division in der letzten Woche. Trotzdem gehen wir gewohnt objektiv an die Sachen und vermerken schon mal wohlwollend, dass Dream Theater gegen die goldene Regel für Best Of – Alben verstoßen haben. Jede Band, die noch mal den kommerziellen Erfolg zum Abschluss der Karriere sucht, wählt die Vorweihnachtszeit, um möglichst viele Menschen mit ihrer Vergangenheit zu belästigen, denn dann ist bekannter Weise die Kauflaune am Größten.

Bei Dream Theater sieht es ein wenig anders aus. Die Hits lassen sich an einer Hand bzw. einem Finger abzählen und daher spielt der Zeitpunkt der Veröffentlichung hier nur eine unwesentliche Rolle, da die Massen zwar viele Dinge ohne Sinn und Verstand in den Einkaufskorb laden, aber ein paar Songs müssen ihnen trotzdem bekannt vorkommen.  „Pull Me Under“ war ihr bisher einziger Hit trotz überragenden Musikern wie Mike Portnoys oder John Petrucci und hat die bereits genannten Massen nicht wirklich erreicht. Daher liegt uns hier ein Produkt vor, das nicht nur sehr durchdacht ist, sondern auch bereits etablierte Fans anspricht. Die Zauberworte heissen hier Remastering und Non-Album-Tracks.

Trotzdem wird es viele Hörer wundern, dass kein einziger Song vom Debüt „When Dream and Day United“ den Weg auf dieses Best Of-Album gefunden hat. Auch die sonst so wichtige Chronologie wird mit Füssen getreten. Stattdessen zieht es Portnoy vor den Hörern die beiden Seiten (The Dark Side, The Light Side) der Band vorzusetzen und somit auf die Chronologie zu pfeifen.  Für Ersthörer der New Yorker Band trotzdem ein hervorragendes Kaufargument, um Dream Theater kennen zu lernen. Die Geschichtsfanantiker werden zwar maulen, aber wissen doch eigentlich genau wie die Reihenfolge richtig lauten müsste und können so den Anfängern noch eine Lehrstunden erteilen, um so ihre Stellung zu festigen.

Auch wenn Dream Theater mit  the „Greatest hit... and 21 other pretty cool songs” nicht die Charts stürmen werden, darf hier zugegriffen werden, um die Wegbereiter des Progressive Metal besser kennen zu lernen und sie in Charts vielleicht doch ein paar Plätze nach oben zu hieven.

06.04.2008 Tim