Tonträger

Tracklist

Disk: 1
1. Digital     
2. Disorder
3. Shadowplay
4. New Dawn Fades
5. Transmission
6. Atmosphere
7. Dead Souls
8. She's lost control
9. Love will tear us apart
10. These days     
11. 24 hours
12. Incubation
13. Isolation

Disk: 2     
1. Exercice One
2. Insight
3. She's Lost Control    
4. Transmission    
5. Love Will Tear Us Apart
6. Twenty Four Hours    
7. Colony
8. Sound of Music     
9. Transmission
10. She's Lost Control

JOY DIVISION

The Best Of

VÖ: 28.03.2008
Label: Rhino
Web: www.myspace.com/joydivision

Vor einigen Monaten kam die filmische Hommage „Control“ an Joy Division-Sänger Ian Curtis von Fotograf und Regisseur Anton Corbijn in die Kinos, die vielen Musikinteressierten die Band erstmals richtig näher brachte. Während für Anton Corbijn oder The Killers, die im letzten Jahr den Song „Shadowplay“ auf ihrem Album „Sawdust“ neu interpretierten, die Verehrung einer der wichtigsten wegweisenden Bands der Post Punk-Bewegung im Vordergrund stand, sieht es auf Seiten von Warner Music anders aus.

Standen früher die unzähligen Sampler für den volkswirtschaftlichen Begriff „Maximalprinzip“ sind es heute die Best Of-Alben vergangener Musikgrößen. Kaum nahmen wie bereits erwähnt The Killers einen der besten und bekanntesten Song von Joy Division auf und die Filmindustrie kündigte einen filmischen Beitrag zu diesem Thema, schon läuft die Marketingmaschinerie bei Warner Music auf Hochtouren. Bei nur zwei regulären Alben sind die besten Songs schnell ausgemacht und den Rest überlässt man aus Kostengründen den Praktikanten.

Um nicht gleich als Sklaven des Shareholder – Values enttarnt zu werden, gibt es für die Fans noch Aufnahmen der beiden Peel Sessions, zwei Live-Tracks und sowie ein dreiminütiges Kurzinterview mit Ian Curtis und Stephen Morris.

Gut, die großen Hits wurden nicht vergessen, aber „Decades“ oder auch „Passover“ hätten sicherlich noch Platz gefunden, wenn man den Blick in Richtung CD Nummer zwei schweifen lässt. Dafür gibt es Songs, Dank der Peel Sesssion, in doppelter Ausführung. Moment, diese Aussage war nicht ganz korrekt. „Transmission“ und „She´s Lost Control“ finden sich sogar in dreifacher Ausführung wieder, so dass hier definitiv weiteren Songs wie bspw. „Ice Age“ der Platz genommen wurde.

Der rote Faden, den man bei durchdachten Best Of – Platten findet und der die Geschichte einer Band auf nur einem oder zwei Tonträger bannt, ist hier trotz großangelegter Suchaktion bis heute nicht gefunden worden.

Welchen Benefit darf der Musikbegeisterte von „The Best Of Joy Division“ erwarten, wenn er bereits im Besitz von „Substance 1977 – 1980“ ist? Eigentlich nur den, dass er lernt, was eine lieblose unter Zeitdruck produzierte Best Of – Scheibe ist. Das ist doch auch etwas.

05.04.2008 Tim