Tonträger

Tracklist

1. Intro
2. Heresy, Hypocrisy, And Revenge
3. Made To Be Broken
4. More Depalma, Less Fellini
5. Weight Of The World
6. Flies First Class
7. Think Of Me
8. Yesterday'S Headlines
9. Without Anger
10. Out Of Mind
11. Salt
12. A Credit To His Gender
13. United Cigar
14. 21 Guns
15. Last Believer
16. Fertile Fields
17. Darkest Days
18. One For The Braves
19. Shadows Of Defeat
20. All Fall Down

GOOD RIDDANCE

Remain in Memory - the Final Show

VÖ: 14.03.2008
Label:
Fat Wreck Chords
Web: 
www.good-riddance.com

Nach der Beerdigung gibt es den so genannten traditionellen Leichenschmaus: Spätestens wenn alle Gäste bei kulinarischen Köstlichkeiten an der Tafel sitzen, scheinen Trauer und Trübsal wie weggeblasen. Für einen ähnlichen Effekt sorgen nun Good Riddance, die im Spätfrühling des vergangenen Jahres nach diversen Mutmaßungen endgültig zu Grabe getragen wurden, mit ihren letzten Lebenszeichen namens „Remain In Memory (The Final Show)“.

Man muss sicherlich kein Wissenschaftler sein, um zu entschlüsseln, was sich hinter diesem Albumtitel verbirgt. In weiser Voraussicht hat das Quartett seine allerletzte Show am 27. Mai 2007 im heimischen Santa Cruz mitschneiden lassen, das Ergebnis wird jetzt in Form einer Live-Scheibe nachgelegt. Während zahlreiche Bands Live- oder Best Of-Alben nutzen, um auf möglichst schnelle und unkomplizierte Weise etwaige Lücken im Plattenvertrag zu kitten, erwecken Good Riddance den Eindruck, dass sie sich erhobenen Hauptes aus der Musikwelt verabschieden möchten. Dies gelingt ihnen, und zwar auf ganzer Linie.

Spekulationen, welche Hits der Recken aus Santa Cruz es wohl auf das Album schaffen würden, dürfen auf der Stelle eingestellt werden, denn das Fat Wreck-Zugpferd sämtliche Kracher aus ihrer kompletten Schaffenszeit auf „Remain In Memory (The Last Show)“ untergebracht, was unter dem Strich die stolze Summe von 30 Song plus Intro ergibt. Wer Nummern wie „Weight Of The World“, „Think Of Me“, „Salt“ oder „Heresy, Hypocrisy And Revenge“ auf seinem Wunschzettel stehen hat, wird ausnahmslos bedient. Mit von der Partie sind auch „More DePalma, Less Fellini“, „Last Believer“ und „One For The Braves“, selbstverständlich dürfen die Klassiker „Flies First Class“, „All Fall Down“, „United Cigar“ und „Mother Superior“ vom Debütalbum „For God And Country“ nicht fehlen. Damit das Album nicht zu einer reinen Hitparade verkommt, feuert der Vierer zwischendurch immer wieder verhältnismäßig unbekannte Songs wie „A Credit To His Gender“ – Russ Rankin im Duett mit Cinder Block (Ex-Tilt) – oder „Libertine“ ab, um besondere Aufmerksamkeit buhlen die Darbietungen von „Not So Bad“ und „21 Guns“, die Good Riddance aus der Single-Kiste gekramt haben.

Jede Menge Klassiker von sämtlichen Alben in knapp 80 Minuten – jetzt muss der Spaß nur noch gut klingen. Und auch in diesem Punkt gehen Good Riddance bis zum Schluss keine Kompromisse ein. Das Material wurde an den bekannten und beliebten Blasting Room versandt, wo Jason Livermore seine Arbeit erneut ausgezeichnet machte, gelang es ihm, die Produktion gleichermaßen klar, druckvoll und – ganz wichtig – authentisch zu gestalten. Dieses Album ist der krönende Abschluss einer eindrucksvollen Karriere als Band. Nicht zuletzt dank „Remain In Memory (The Final Show)“ werden wir sie stets in bester Erinnerung behalten und in unseren Geräten abspielen.

08.03.2008 Jack