Tonträger

Tracklist

1. I Wipe My Ass with Showbiz
2. 5 to 9
3. Horse
4. Die While We're Young
5. Jaws 3, People 0
6. Career Suicide
7. These Dead Streets
8. Get Mad, You Son of a Bitch!
9. Our Ghosts (Contemporary/Consensual)
10. Cold Slither II
11. Pardon Me, Thanks a Lot
12. Check Request Denied
13. We Built This City! (On Debts and Booze)

A Wilhelm Scream

Career Suicide

VÖ: 16.11.2007
Label:
Nitro Records
Web:
www.awilhelmscream.com

Die Ohren weit aufgesperrt, denn A Wilhelm Scream schicken sich an, ein weiteres Meisterwerk vorzulegen. Das Verständnis dafür, dass der noch jungen Band aus den Vereinigten Staaten zwischenzeitlich einmal die Puste ausgehen darf, kann für konditionell schwächere Mitstreiter aufgespart werden, denn der Fünfer verfolgt seinen Workaholic-Ruf mit einer außergewöhnlichen Konsequenz weiter. Zwischen ausgiebigen Touren durch sämtliche Ecken des Planeten Erde werkeln A Wilhelm Scream akribisch an frischen Songs, um ihre Fans regelmäßig mit neuen Alben zu versorgen. Nun ist „Career Suicide“ an der Reihe, das in keinster Weise den karrieremäßigen Freitod der Band einläutet, sondern ein weiteres Dokument für ihre eindrucksvolle Produktivität darstellt.

Mittlerweile bekannt sein sollte, dass A Wilhelm Scream sich nicht ausschließlich dem ursprünglichen schnellen Punkrock verschrieben haben. Bereits in Zeiten, in denen sie noch unter dem Namen Smackin’ Isaiah ihr musikalisches Unwesen trieben, zeigten sie sich enorm verspielt, ein wenig vertrackt und machten aus ihrer Zuneigung für eine atemberaubende Gitarrenarbeit keinen Hehl. Die Art des technischen Skatepunkrocks, die Strung Out einst salonfähig machten, haben A Wilhelm Scream zur Perfektion gebracht.

Krankte das Nitro-Debüt „Mute Print“ noch ein wenig an einer unausgegorenen Produktion, so konnte das darauf folgende Album „Ruiner“ diese Scharte auswetzen. „Career Suicide“ kann zweifelsohne an die extrem hohe Qualität seiner Vorgänger anknüpfen, denn es ist rasend schnell ohne jemals die Kontrolle zu verlieren, es ist aggressiv und melodisch zugleich, und es vereint Kompromisslosigkeit mit Variabilität. Was an dieser Stelle ein wenig paradox anmutet, stellt sich im Zuge der 13 Songs erneut als bestens fruchtendes Erfolgrezept heraus. Diese explosive Mischung kommt insbesondere bei den mit einer Dauer von jeweils rund fünf Minuten verhältnismäßig ausgedehnten Songs „The Horse“ und „We Built This City (On Debts And Booze)“ perfekt zur Geltung. Gekonnt werden die Tempi gewechselt, mehrstimmige Gesangspassagen duellieren sich mit komplizierten Arrangements – „Career Suicide“ bietet der Monotonie keinen Raum zur freien Entfaltung. Richtig rund gemacht wurde das Ganze wie gehabt im Blasting Room unter der Obhut von Bill Stevenson und Jason Livermore. Das einzige, was man mit diesem Album falsch machen kann, ist, es sich nicht auf dem schnellsten Wege zuzulegen.

15.02.2008 Jack