Tonträger

Tracklist

1. This World
2. People I Know
3. On My Knees
4. 40 Minutes Of Freedom
5. Living In The Mess
6. Verge Of Collapse
7. Foro Eleito
8. Bijstand And Old Vienna
9. Hangin’ Out10.No Opportunity
11.Killing Machine
12.Sonhos
13.Broking Home
14.Nitrominds
15.Something To Believe (live)
16.Seeds In The Ground (live)
17.Policemen (live)

 

NITROMINDS

Verge Of Collapse

VÖ: 01.02.2008
Label:
Übersee Records
Web:
http://www.myspace.com/nitrominds

Sie sind wahrscheinlich DIE Punkrockband aus Brasilien. Die Rede ist von den Nitrominds, die seit mittlerweile 14 Jahren aktiv in der Musikwelt unterwegs sind und dank guter Beziehungen zu den D-Sailors auch schon europäische Bühnenluft schnuppern. Die Befürchtungen, dass Musiker vom Zuckerhut lediglich Samba und Metal produzieren könnten und – sollte sich doch jemand auf fremdes Terrain wagen – kategorisch absolut mangelhaften Punkrock abliefern würden, konnten die Nitrominds nicht zuletzt mit dem Vorgänger „Start Your Own Revolution“ entkräften. Mit „Verge Of Collapse“ geht das Trio den eingeschlagenen Weg konsequent weiter, was bedeutet, dass stilistisch keinerlei Neuerungen zu erwarten sind, dafür allerdings die songwriterische und produktionstechnische Qualität erhalten bleibt.

Vorab sei manifestiert, dass die Nitrominds noch nie so gut wie auf diesem Album klangen. Schuld daran ist ein Herr namens Ciero, einem der bekanntesten Metalproduzenten Brasiliens, der unter anderem schon mit prominenten Bands wie Sepultura und Soulfly gemeinsame Sache gemacht hat. Dass der Tonmeister tatsächlich etwas auf dem Kasten hat, bestätigt die Tatsache, dass er „Verge Of Collapse“ nicht in ein typisches Metal-Soundkorsett gezwängt hat. Gleichermaßen klar wie druckvoll erklingen die 14 Songs, die wie gehabt zwischen kurzen Vollgas-Granaten und gedrosselten Midtempo-Rockern schwanken. Aufgelockert wird der furiose Reigen von den Instrumentals „Bijstand And Old Vienna“ und „Nitrominds“, zudem gibt es noch einen Nachschlag in Form von Live-Versionen der Songs „Something To Believe“, „Seeds In The Ground“ und „Policemen“, die sich das nüchterne Prädikat „okay“ verdienen. Hätten nicht unbedingt dabei sein müssen, nehmen wir aber auch mit.

Die drei Brasilianer bewegen sich deutlich in den Fußstapfen der 7 Seconds, des Weiteren lassen sich Vergleiche zu den Burning Heads aus Frankreich oder den österreichischen Rentokill ziehen. Zählt man diese Bands zu seinen favorisierten Interpreten, dann führt kein Weg an den Nitrominds vorbei. Diesen gelingt es, ihre Heimat auf melodisch-aggressive Art und Weise zunehmend auf der Landkarte des Punkrocks zu platzieren.

09.02.2008 Jack